Der englische Titel dieses Films, "Riders to the Stars", klingt schon ein wenig romantisch, und wenn dann auch noch das Titellied, ein von Kitty White gesungener Schmachtfetzen, einsetzt, stellt man sich als Zuschauer innerlich auf eine gnadenlose Schmonzette ein. Aber weit gefehlt, denn großteils handelt es sich bei "R 3 überfällig" (so der wesentlich nüchternere und damit passendere deutsche Titel) um ein ziemlich trockenes Stück Früh-Fünfziger-Science-Fiction.
Darauf weist schon die Titeltafel, die die "wissenschaftlichen Berater" aufzählt hin. Schade nur, dass - zumindest nach heutigen Erkenntnissen - die "Wissenschaft" hinter "Riders to the Stars" fragwürdig ist: Unbemannte Raummissionen kommen mit schwer kaputter Technik zurück, was von den zuständigen Wissenschaftler so interpretiert wird, dass die kosmische Strahlung daran schuld sei. Andererseits fällt auf, dass Meteoriten und Asteroiden nicht von kosmischer Strahlung eingeschmolzen werden und folgert daraus, dass sie eine Art natürliche Schutzschicht besitzen müssen.