Martial Arts

09.11.2008

Asia Filmfest 2008: Chocolate

Auch wenn der Titel eher eine leicht melancholische Komödie erwarten lassen könnte: Wenn ein neuer Film von Prachya Pinkaew und Panna Rittikrai, den Entdeckern und Förderern von Tony Jaa und Machern von "Ong-Bak" sowie "Tom Yum Goong" ansteht, weiss man eigentlich im Voraus, worauf man sich einlässt, und so kommt es auch.

Wie "Tom Yum Goong" im Wesentlichen die gleiche Geschichte erzählt wie "Ong-Bak", so macht dies auch "Chocolate" (Suppe, Schokolade, komisch), nur dass diesmal nicht Tony Jaa auf akrobatische Art und Weise Bösewichte verhaut und deren Knochen bricht, sondern mit Jeeja Yanin (eigentlich heisst sie Nicharee Vismistananda...) eine zierliche junge Dame. Prachya Pinkaew selber dürfte dies durchaus bewusst sein: Nicht umsonst lernt seine Hauptfigur u.a. dadurch Martial Arts, dass sie sich "Ong-Bak" und "Tom Yum Goong" auf Video anschaut...

06.11.2008

Asia Filmfest 2008: Ashes of Time Redux

Aus dem Programm des Asia Filmfests 2008: "Viele glaubten nicht daran, dass Wong Kar Wai, der Meister des stilisierten Ruhekinos auch einen Kampfkunstfilm inszenieren könnte." Zu recht - zumindest, wenn man "Ashes of Time Redux" zum Maßstab dafür nehmen muss.

Der Film ist bedeutungssschwangerer Schwulst, der nicht zur Niederkunft kommt, quasi invertierter Kitsch: Während Kitsch nach größtmöglicher Verständlichkeit strebt, versucht Regisseur Wong Kar Wai hier anscheinend das Gegenteil - trotzdem treffen sich Kitsch und "Ashes of Time Redux" wieder im Niemandsland der Langeweile.

06.05.2008

Flash Point

"Flash Point" ist ein weiterer Film von der gleichen Crew, die uns bereits "SPL" und "Dragon Tiger Gate" brachte, wobei "Flash Point" viel eher mit ersterem als letzterem vergleichbar ist: Auch hier handelt es sich um einen Polizisten-Film im (fast - die Geschichte spielt kurz vor der Rückübergabe an China) aktuellen Hong Kong, der den Kampf eines Polizisten gegen eine Gangster-Gruppe beschreibt.

Ma Jun (gespielt von Donnie Yen) spielt einen Detective mit einem leichtem Gewaltproblem, dessen Partner Wilson undercover eine von drei Brüdern angeführte Gang infiltriert hat. Natürlich - sehr originell ist die Geschichte nicht - fliegt Wilsons Tarnung auf, und als er als Zeuge gegen die Brüder aussagen soll, setzen diese alles daran, in aus dem Verkehr zu ziehen - was wiederum Ma Jun verhindern muss und vor allem auch will.

22.12.2007

Sky High

Der japanische Regisseur Ryuhei Kitamura macht die vielleicht hoch-gezüchtesten B-Movies, die ich kenne. Von Aussehen und Aufwand her sind seine Filme nach "Versus" ("Azumi", "Aragami", "Godzilla: Final Wars" und eben "Sky High", nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Disney-Superhelden-Film) wunderbar hochgezüchtet und seine sehr kinetische Kameraführung ist unverwechselbar.

19.12.2007

Dragon Tiger Gate

Meine Güte, welch wundervoll aussehender Film. Schon "SPL" vom gleichen Team war ein Augenschmaus, "Dragon Tiger Gate" dreht den Eye-Candy-Regler aber noch ein, zwei Zacken weiter. Nun gut, schließlich entstand der Film nach einer Comic-Vorlage, aber die hoch-polierte, sehr stimmungsvolle Optik ist nicht bedingungslos auf Comic getrimmt, sondern wahrt erstaunlicherweise die Balance zwischen sehr graphischen Einstellungen und neongrellem Realismus, ist aber nie zu bunt.

04.12.2007

Die 13 Söhne des Gelben Drachen

Allzu viele Kampfkunst-Filme gibt es im frei empfangbaren deutschen Fernsehen leider nicht zu sehen. Umso erfreulicher, dass der Klein-Sender "Das Vierte" gerade unter dem Motto "Asia Action jeden Donnerstagabend eine Reihe von Martial-Arts-Streifen sendet, obendrein anscheinend tendentiell in ungeschnittenen Fassungen.

Jedenfalls wurde letzte Woche "Die 13 Söhne des Gelben Drachen" in einer im Vergleich zur ursprünglichen deutschen Version um fast eine dreiviertel Stunde längeren Fassung gezeigt. Sehr löblich.

29.08.2007

The Kid With The Golden Arm

"The Kid with the Golden Arm" ist dem Titel zum Trotz kein Drogen-Problem-Film, sondern ein weiterer klassischer Martial-Arts-Streifen mit den "Five Venoms" von Regisseur Chang Cheh (siehe auch "Die unbesiegbaren Fünf" und "Das Höllentor der Shaolin"). Und wie bei letzterem wird hier leider einiges dramaturgisches Potential verschenkt. "The Kid With The Golden Arm" hätte nämlich tatsächlich das Zeug zu einem mitreißenden Drama, wenn sich vielleicht ein talentierter moderner Filmemacher des Stoffs für ein Remake annehmen würde. Es gibt eine tragisch endende Liebesgeschichte inklusive Eifersuchtsgeplänkel, einen Trunkenbold-Gesetzeshüter, verletzten Stolz, einen durchaus ehrhaften Bösewicht und intrigen- und verratgeschuldete Irrungen und Wirrungen sowie ein bisschen Humor.

16.05.2007

The Blade

Tsui Harks Swordplay-Epos "The Blade" (technisch gesehen ein Remake des Shaw-Brothers-Klassikers "One-Armed Swordsman", den ich aber noch nicht gesehen habe - deshalb im Folgenden keine Vergleiche) kombiniert eindrucksvoll eine ausgeklügelte Optik und einen eindeutig ästhetischen Gesamtanspruch, der über einen "reinen" Martial-Arts-Film hinaus weist, mit kraftvoller und durchaus blutiger Action.

09.02.2007

Das Höllentor der Shaolin / Invincible Shaolin

Wer zur Hölle denkt sich diese deutschen Titel aus?

22.01.2007

Shaolin challenges Ninja / Heroes of the East

Die Frage bei einem Kampfkunst-Film ist natürlich: Wie bekommt man eine stattliche Anzahl von Konfrontationen ohne allzu viel Verbiegen in die Geschichte?

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