Klassischer Prog

28.10.2008

Perspektiven, unterschiedliche

A propos Yes: Heute am Frühstückstisch bei der Morgenlektüre war ich sehr positiv überrascht, in der Kurzbesprechung von Yes' "35th Anniversary Tour"-DVD im aktuellen KulturSPIEGEL keinen Verriss, sondern eine m.E. eher neutrale Rezensionen vorzufinden. Allerdings regte ich mich über die Verwendung des Begriffs "Progressiv-Rock" auf.

Meine Bessere Hälfte, neugierig wegen meines Gemeckers, las den Beitrag ebenfalls, und meinte "'Der Sänger klang wie ein Kastrat, der Keyboarder sah aus wie Gandalf, der Zauberer': So kauft das aber kein Mensch."

Merke: Eine reine Aufzählung von Tatsachen ist im richtigen (eher: im falschen) Umfeld so gut wie ein Verriss.

28.10.2008

Am Rande der Kante - und darüber hinaus

Im folgenden zwei Beiträge von mir für die große mehrteilige Yes-Story des Musikmagazins Eclipsed anlässlich des 40jährigen Band-Jubiläums: Zum kompositorischen Ansatz von "Close to the Edge" sowie zu "Tales from Topographic Oceans" im Allgemeinen.

19.03.2008

Anthony Minghella tanzt nie mehr

Gestern starb Anthony Minghella; er wurde nur 54 Jahre alt. Diejenigen, denen der Name etwas sagt, kennen ihn aller Wahrscheinlichkeit nach nur als oscarprämierten Filmemacher ("Der englische Patient", "Cold Mountain").

Weit weniger bekannt ist, dass Minghella Anfang der 1970er Jahre als Keyboarder in einer Prog-Band namens "Dancer" spielte, deren einziges Album "Tales of the Riverbank" zwar bereits 1972 aufgenommen, aber erst 2001 veröffentlicht wurde, zwar kein sonderlich aufregendes Album, auch oder gerade unter Prog-Gesichtspunkten, aber als Obskurität am Rande für Sammler erwähnenswert.

12.04.2006

Strrrrrrike

Was Preisausschreiben angeht, bin ich bisher nicht gerade ein Glückspilz. Der einzige nennenswerte Gewinn, an den ich mich erinnern kann, war vor gut zwanzig Jahren ein blauer Plastikkoffer mit zwei Tischtennis-Schlägern als Inhalt, der einer der unteren Preise bei einem obskuren Wettbewerb der Kreissparkasse Gerolstein war.

05.04.2006

Channel Four Prog Top 10

Nicht nur das deutsche Fernsehen bereitet die Prog-Vergangenheit auf: Schon 2000 lief im Channel Four im Rahmen einer Reihe mit musikalischen "Top 10"-Sendungen eine auf die 70er Jahre beschränkte "Prog Top 10"-Ausgabe, die im Gegensatz zum nüchtern-ernsten "Kraut und Rüben" typisch britisch-humorig ausfiel, gleichermaßen Referenz erweisend wie ironisch austeilend. Dass man das ganze nicht allzu ernst nehmen darf, zeigen nicht nur die folgenden Bilder, sondern auch das Auswahl-System, anhand dessen die Top 10 erstellt wurden, nämlich Album-Verkäufe (abgesehen von der Frage, ob Hawkwind oder sogar Pink Floyd in eine solche Liste überhaupt rein gehören).

21.06.2005

Nomen est omen?

Die 70er Jahre Progressive Rock Szene in den USA hat trotz im Allgemeinen geringen Bekanntheitsgrads nicht nur einige musikalische Kleinode hervorgebracht, sondern manchmal habe ich auch das Gefühl, dass die Namen der Musiker in den entsprechenden Bands zu den hübschesten gehören, die der Prog zu bieten hat.

Dass Duncan Hammond von Ethos dort die Orgel spielt, versteht sich dabei schon fast von selber. Pittoresker wird es aber bei Cathedral und Mirthrandir (die vermutlich den Gitarristen Richard Excellente nur wegen seines Namens in die Band na(h)men). John Vislocky III und Mercury Caronia IV klingen wie aus einem Science Fiction/Fantasy Groschenheft entsprungen:

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