Als ich noch auf dem Land lebte, seufzte ich stets vor mich hin: "Ach, in der Stadt, mit einem so grossen Kulturangebot, da könnte man so viel unternehmen, ins Theater gehen, klasse Konzerte besuchen und dauernd auf Achse sein." Und es kommt, wie es kommen muss: wenn man dann in die große Stadt gezogen ist, nutzt man das vorhandene Kulturangebot kaum. Es gibt in München einen Jazzclub namens Unterfahrt, dessen Plakate an Litfaßsäulen und in U-Bahn-Station ist ständig studiere und mir denke "jo, gute Leute haben die da, da müsste man mal hin." Natürlich hat es vier Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal, gestern abend, im Unterfahrt war.