Drum'n'Bass

25.03.2008

Pilgerfahrt

Noch ein Eintrag in die Liste von "Bass + Schlagzeug"-Bands: Om.

Diese schlagen mit ihrem dritten Album "Pilgrimage" aus dem Jahr 2007 in noch eine etwas andere Kerbe als die bisher hier vorgestellten Gruppen in gleicher Besetzung, nämlich Psychedelisches und Stoner-Geriffe. Das Titelstück z.B. erinnert schwerst an "Set the Controls for the Heart of the Sun", während andere Nummern wie etwa "Bhima's Theme" mit ihrem verzerrten Bassgeriffe zwar einen deutlich energischeren Sound haben, trotzdem ziemlich bedröhnt wirken.

Sehr stimmungsvoll ist das Ganze auf jeden Fall.

03.01.2007

Drum'n'Bass noch anders

Im Rahmen meiner kleinen Sammlung von Bass-Schlagzeug-Duos sollte ein Hinweis auf ein solches anderer Art nicht fehlen, nämlich das "Nordic duo" (die beiden Protagonisten stammen aus Dänemark und Norwegen) Megetmeget: Schlagzeug/Tuba. Zwar ziehen auch Schlagzeuger Kalle Mathiesen und Tubist Lars Andreas Haug ein paar Gastmusiker zur Aushilfe hinzu, aber bestimmt wird ihre unbetitelte Debüt-CD eindeutig von ihrem Zusammenspiel - ein hübsches, trotz bzw. wegen des sonst eher bodenständigen Charakters der Tuba recht exotisches, aber nicht nur von der besonderen Besetzung her, sondern auch musikalisch ansprechendes Album.

09.10.2006

Japanther & The Good Good, Kafé Kult, München, 8.10.2006

Nach welchem Prinzip sich der Besucherzuspruch im Kafé Kult gestaltet, wird mir wohl immer rätselhaft bleiben. Am vergangenen Donnerstag verschlug es nur knapp 20 Zuhörer nach Oberföhring, während der gleiche Raum am darauffolgenden Sonntag zu "Japanther" und "The Good Good" sehr ordentlich gefüllt war.

27.09.2006

Japanther

Theoretisch gehören Japanther aus New York zur seltenen Spezies der Bass-Schlagzeug-Duos. Live scheint dies auch praktisch der Fall zu sein. Auf ihrem Album "Master of Pigeons" ist es aber (leider) nicht der Fall: Durch etliche Overdubs plus die häufige Verwendung von eingespielten Samples, oft aus Filmen oder ähnlichen Medien, klingt die Produktion wie die einer vielköpfigen Band. Musikalisch geht's dabei zwischen poppig und punkig zu, neben den Samples aufgelockert durch gelegentliche Noise-Elemente, etwas Elektro oder einen Hauch Postrock.

25.05.2006

Dieser verdammte Panzer

Da ist uns was entgangen, als That Fucking Tank krankheitsbedingt ihren geplanten Auftritt im Kafé Kult absagen mussten.

27.04.2006

That Fucking Tank (fast) & The Yellow Press, Kafé Kult, München, 26.4.2006

Wenn der einzige wirklich bleibende Eindruck eines Konzertes der ist, dass die Gruppe hübsch und expressiv rumhampeln konnte, war's musikalisch wohl nicht so ergiebig. Deshalb werde ich mir jetzt keine große Mühe geben und à la "punkig, aber kein Punk; rollig, aber kein Rock'n'Roll; Richard, aber nicht Gene Simmons; pilzig, aber kein Tofu" rumstammeln, was das einzige halbwegs Aussagekräftige ist, was mir gerade zu The Yellow Press einfällt, sondern einfach die Beschreibung der Veranstalter zitieren, die's wohl einigermaßen trifft: "no-waveiger DancePunk", was auch immer der Leser sich darunter vorstellen mag.

05.09.2005

Niederlage

Wenn nicht der kleine Hunger, sondern die große Gier kommt, hilft nur die Brotdose: die durchaus treffend benamste Audio Lunchbox. Akustische Instant-Befriedigung durch DRM-freie Audio-Downloads von Independant-Künstlern, legal und schmerzfrei. Dort findet sich eben auch das bisher einzige Tonträger-Lebenszeichen (neben einigen Sampler-Beiträgen) eines weiteren in der langsam, aber stetig wachsenden Reihe von mir bekannten Bass-Schlagzeug-Duos, Touchdown aus New York (Lightning Bolt finden sich ebenfalls mit zwei Alben dort).

21.07.2005

Testadeporcu & Squartet, Kafé Kult, München, 20.7.2005

Das Kafé Kult ist mir der liebste Veranstaltungsort in München? Wo sonst gibt es regelmäßig - wenn auch nicht immer - interessante Musik in uriger Atmosphäre, zu fairen Eintrittspreisen (5-7 Euro in der Regel) und nicht-alkoholische Getränke für 1,- (in Worten: "ein") Euro sowie Bier für 2,- Euro das Stück? Ich frage mich nur, wie sowohl der Laden als auch die Bands dies finanzieren. Nicht zum ersten mal tummelten - eher "nicht-tummelten - sich gestern abend gerade mal 10-12 zahlende Besucher beim Doppel-Konzert der italienischen Bands Squartet und
Testadeporcu.

06.06.2005

Die Macht des Salats

Das amerikanische Extremduo für Hardgesottene, Lighning Bolt, hatte ich an anderer Stelle schon einmal kurz vorgestellt.

16.09.2004

Drum'n'Bass mal anders

Die grosse Zeit des Drum'n'Bass scheint ja vorbei zu sein. Vor ein paar Jahren waren Drum'n'Bass/Jungle/Breakbeat das nächste große Ding in der modernen elektronischen Musik. Sogar die Titelmelodie der altehrwürdigen Sportschau wurde mit Drum'n'Bass-Rhythmen aufgepeppt. Inzwischen scheint mir die Begeisterung etwas abgeflaut zu sein, zumindest in den "normalen" Medien kommt Drum'n'Bass im Gegensatz zu damals kaum noch vor.

Eine grosse Zeit haben echte Drum'n'Bass-Bands wohl nie gehabt. "Echte"? Yep. Es gibt in der Tat ein paar Bands, die die Besetzung auf die sonst meist nur in Nebenrollen vorkommende Rhythmus-Fraktion Schlagzeug und Bassgitarre reduziert haben:

Inhalt abgleichen