Prog'n'Roll

09.01.2009

Ein Sack Reis ist umgefallen

"Florian Schneider verlässt Kraftwerk".

Abgesehen davon, dass Kraftwerk schon Ewigkeiten musikalisch nur noch historisch relevant sind und sowieso nur alle Jubeljahrzehnte eine neue Platte veröffentlichen, hat die Band seit Mitte der Siebziger so konsequent daran gearbeitet, den einzelnen Musiker hinter dem Roboter-Image zu verstecken, dass es von vorneherein wurscht wäre, wer genau sich hinter dem Namen Kraftwerk verbirgt, falls man sich - s.o. - denn noch dafür interessierte.

28.10.2008

Perspektiven, unterschiedliche

A propos Yes: Heute am Frühstückstisch bei der Morgenlektüre war ich sehr positiv überrascht, in der Kurzbesprechung von Yes' "35th Anniversary Tour"-DVD im aktuellen KulturSPIEGEL keinen Verriss, sondern eine m.E. eher neutrale Rezensionen vorzufinden. Allerdings regte ich mich über die Verwendung des Begriffs "Progressiv-Rock" auf.

Meine Bessere Hälfte, neugierig wegen meines Gemeckers, las den Beitrag ebenfalls, und meinte "'Der Sänger klang wie ein Kastrat, der Keyboarder sah aus wie Gandalf, der Zauberer': So kauft das aber kein Mensch."

Merke: Eine reine Aufzählung von Tatsachen ist im richtigen (eher: im falschen) Umfeld so gut wie ein Verriss.

26.05.2008

Show-Warnung

Ein bisschen kurzfristig, aber gut: Wer in den letzten Jahren das ProgBlog verfolgt hat, kann heute abend in der [progrock-dt]-Webradioshow einen Haufen zumindest namentlich bekannter Gruppen hören.

03.05.2008

Bombast!

Beim diesjährigen Freakshow Festival verkauften die netten Herren von "Cheer-Accident" natürlich auch ihre CDs, etwas chaotisch zwar, aber immerhin mit einem "Katalog-Zettel", der die vorhandenen Alben nicht nur auflistete, sondern jeweils auch mit einem Stichwort beschrieb:

23.04.2008

Korrelation ist nicht hinreichend für Kausalität

Ich gebe zu: Der Eintrag von gestern war ein Elfmeter ohne Torwart. Denn natürlich ist es durchaus möglich, dass die Tatsache, dass Brian Cummins bei den "Carpet Crawlers" Peter Gabriel spielt, und die Tatsache, dass er von Mick Pointer als Fish-Double ausgewählt wurde, nicht dadurch zusammenhängen, dass die frühen Marillion wie Genesis klingen wollten.

22.04.2008

Klon eines Klons via Klon

Die immer wieder geäußerte Behauptung, dass Marillion in ihrer Anfangszeit ein Möchtegern-Genesis-Klon gewesen seien, verliert jedenfalls nicht dadurch an Plausibilität, dass Ur-Marillion-Schlagzeuger Mick Pointer für seine momentane "Script for a Jester's Tour", die das Debüt seiner Ex-Band live auf die Bühne bringt, als Fish-Imitator ausgerechnet den Sänger einer "Genesis Tribute Band" ausgewählt hat. Amüsant.

19.04.2008

Schlechte Alchemie

Bad AlchemyWer schon einmal auf einem von Charlys Festivals in Würzburg war, wird aller Wahrscheinlichkeit nach an der Kasse den Mann mit der Schiebermütze bemerkt haben: Rigobert "Rigo" Dittmann. Rigo ist aber nicht nur einer treuesten Besucher von und Helfer bei Charlys Veranstaltungen, sondern gibt auch seit Jahren ein selbstproduziertes Magazin heraus, "Bad Alchemy", das sich mit Artikeln, Konzertberichten und Rezensionen anspruchsvoller, avantgardistischer Musik widmet.

18.04.2008

Reactable

Haben will! Und nicht nur, weil es ausschaut wie ein Instrument aus einem der von mir heiß geliebten alten SciFi-Filme.

11.04.2008

Al Basim lebt

Wie Kollege Akkim auf den BBS inzwischen herausgefunden hat, hat sich das auch im ProgBlog bereits erwähnte Rätsel um den Musiker Al Basim inzwischen in Luft aufgelöst. Um den Verbleib Basims, der 1979 in den USA eine später als Progressive-Rock-Rarität gesuchte LP veröffentlicht hatte, rankten sich in der Folgezeit abenteuerliche Gerüchte, von denen - wie eigentlich nicht anders zu erwarten - keines wahr ist.

04.04.2008

"Ich sehe"

Ich glaube, wir befinden uns momentan in einer ähnlichen Umbruchphase wie Ende der 90er und in den frühen 00ern. Damals wurden erschwingliche digitale Aufnahmegerätschaften und -software langsam aber sicher leistungsfähig genug, dass es auch für Amateurbands in den Rahmen des Möglichen geriet, halbwegs vernünftig klingende Alben im Alleingang oder zumindest bezahlbar zu produzieren. Diese konnten sich zwar nicht mit damaligen professionellen Aufnahmen messen, und heute meist nicht mehr aktuellen Amateur-Projekten, stießen Bands aber dennoch viele Türen auf.

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