DVD

25.11.2008

The Man Without A Body

"The Man Without A Body" (dt. "Der Mann ohne Körper") ist ein bizarrer - eher: absurder - britischer Schwarzweiß-Film. Es schaut so aus, als ob jemand eine coole Idee hatte, dachte, daraus müsse man einen Film machen, aber sich diese Idee nicht sinnvoll in einen Plot einfügen ließ.

Ähnlich wie bei "Der Kopf, der nicht sterben durfte" und vor allem "Donovans Hirn" (nur dass hier der mächtige Industrielle - noch - lebt und nicht der "Kopf ohne Körper" ist) geht es darum, dass der brillante Wissenschafter Dr. Merritt daran arbeitet, Körperteile, speziell Köpfe bzw. Hirne am Leben zu halten, auch ohne dass sie an einem Körper hängen, ja sogar ganze Köpfe zu transplantieren.

09.08.2008

Doomsday

An wen auch immer, der bewilligt hat, dass dem Regisseur und Autor Neil Marshall ("The Descent") genug Geld (ganz wenig kann es angesichts der Produktion nicht gewesen sein) zur Verfügung stand, dass er sich mit "Doomsday" so hemmungslos austoben konnte, wie es der Film bezeugt: Respekt.

Denn ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der dermaßen viele "WTF?"-Momente hatte. Am Anfang wirkt "Doomsday" noch ziemlich konventionell, nach Art von offensichtlichen Vorbild-Endzeit-/Horror-Thrillen wie "Die Klapperschlange"oder "28 Days/Weeks Later":

13.06.2008

Cloverfield

Im Kino habe ich "Cloverfield" leider verpasst, obwohl es eigentlich ein Pflichtfilm ist: produziert von "Lost"-Miterfinder J.J. Abrams und geschrieben von Drew Goddard, der für einige exzellente "Buffy"- sowie "Angel"-Episoden verantwortlich war und momentan auch als Autor im Lost-Team angestellt ist.

Man kann viele "Cloverfield" einen Haufen prägnanter Taglines aufdrücken: "Der Monsterfilm für die Generation YouTube", das "Das Blair Witch Project des Monsterfilms" und "Der Monsterfilm nach 9/11" passen alle, irgendwie. Daher könnte man in wohl auch einen "postmodernen Monsterfilm" nennen.

16.05.2008

Marjoe

Im Amerikanischen gibt es den Begriff "Con man", für den es im Deutschen keine echte Entsprechung gibt. Leo u.A. schlägt "Trickbetrüger" und "Bauernfänger" vor. Beide Übersetzungen sind nicht falsch, treffen aber nicht ganz den Kern der Sache. "Con" kommt von "Confidence". Ein "Con man" erschleicht sich also das Vertrauen seiner Zielperson ("mark" im Englischen), um es anschließend um etwas zu erleichtert, meist Geld. Ein Trickbetrüger ist aber nicht notwendigerweise ein "Con man", und "Bauernfänger" würde suggerieren, dass nur Tölpel einem Con man auf den Leim gehen, wohingegen durchaus intelligente, welterfahrende Menschen zu Opfern eines Con man werden können. Marjoe (Von "Mary" und "Joseph") Gortner war eine Art Con man, in dem Sinne, dass er das Vertrauen der Gemeinden der Pfingstbewegung, in denen er als wandernder Prediger arbeitete, gewinnen musste, damit er wiederum ihr Geld bekam.

06.05.2008

Flash Point

"Flash Point" ist ein weiterer Film von der gleichen Crew, die uns bereits "SPL" und "Dragon Tiger Gate" brachte, wobei "Flash Point" viel eher mit ersterem als letzterem vergleichbar ist: Auch hier handelt es sich um einen Polizisten-Film im (fast - die Geschichte spielt kurz vor der Rückübergabe an China) aktuellen Hong Kong, der den Kampf eines Polizisten gegen eine Gangster-Gruppe beschreibt.

Ma Jun (gespielt von Donnie Yen) spielt einen Detective mit einem leichtem Gewaltproblem, dessen Partner Wilson undercover eine von drei Brüdern angeführte Gang infiltriert hat. Natürlich - sehr originell ist die Geschichte nicht - fliegt Wilsons Tarnung auf, und als er als Zeuge gegen die Brüder aussagen soll, setzen diese alles daran, in aus dem Verkehr zu ziehen - was wiederum Ma Jun verhindern muss und vor allem auch will.

03.05.2008

Invisible Invaders

Filmisch und schauspielerisch (das kann man fast bereits daran ablesen, dass John Agar eine der Hauptrollen spielt...) hat dieser Schwarzweiß-Film von 1959 nicht allzu viel zu bieten; er ist in dem für so viele kleinere SciFi-Filme der Epoche charakteristischen wenig bewegten, pseudodokumentarischen (inklusive Off-Erzähler) Schwarzweiss-Stil gedreht.

31.03.2008

The Doomsday Machine

Wenn es von einem Film einen deutschen Titel gibt, nehme ich diesen normalerweise auch als Titel des entsprechenden Eintrags auf dem neunten Planeten (auch bzw. eben weil es mich immer wieder amüsiert, von wie vielen Billig-Gurken es tatsächlich deutsche Versionen gibt). Bei "The Doomsday Machine" bin ich versucht, von dieser Regel abzuweichen.

23.03.2008

The Yesterday Machine

Die Geschichte von "The Yesterday Machine" klingt ein wenig nach einer, wie sie auch Ed Wood hätte schreiben können: Zwei Highschool-Teenies geraten nach einer Autopanne in die Fänge der irren Nazi-Wissenschaftlers Dr. Ernst von Hauser, der in der amerikanischen Pampa an einer Zeitmaschine arbeitet, die Hitler zurückbringen soll.

03.03.2008

Riders to the Stars

Der englische Titel dieses Films, "Riders to the Stars", klingt schon ein wenig romantisch, und wenn dann auch noch das Titellied, ein von Kitty White gesungener Schmachtfetzen, einsetzt, stellt man sich als Zuschauer innerlich auf eine gnadenlose Schmonzette ein. Aber weit gefehlt, denn großteils handelt es sich bei "R 3 überfällig" (so der wesentlich nüchternere und damit passendere deutsche Titel) um ein ziemlich trockenes Stück Früh-Fünfziger-Science-Fiction.

Darauf weist schon die Titeltafel, die die "wissenschaftlichen Berater" aufzählt hin. Schade nur, dass - zumindest nach heutigen Erkenntnissen - die "Wissenschaft" hinter "Riders to the Stars" fragwürdig ist: Unbemannte Raummissionen kommen mit schwer kaputter Technik zurück, was von den zuständigen Wissenschaftler so interpretiert wird, dass die kosmische Strahlung daran schuld sei. Andererseits fällt auf, dass Meteoriten und Asteroiden nicht von kosmischer Strahlung eingeschmolzen werden und folgert daraus, dass sie eine Art natürliche Schutzschicht besitzen müssen.

06.02.2008

The Human Duplicators

Es gibt nicht nur B-Movies, sondern auch B-Stars. Namen, die man zwar kennt und die auf Plaketen von Filmen aus der zweiten Reihe groß abgedruckt sind, aber - möglicherweise entgegen Produzentenhoffnungen - keine Publikumslieblinge, d.h. echte Kassenmagnete sind. Ein solcher war wohl auch George Nader, hierzulande wahrscheinlich vor allem als Jerry-Cotton-Darsteller bekannt.

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