Analogisch
- Interpret: Nekropolis
- Titel: 2006-02-27, 1
- Laufzeit: 6:22 Minuten (7.28 MB)
- Format: MP3 Stereo 44kHz 160Kbps (CBR)
Verteidiger der digitalen Klangerzeugung gegenüber der Heerschar Analogfetischisten, die es insbesondere im Prog-Bereich zu geben scheint, führen meist ins Feld, dass man dank der Fortschritte in der Sampling-Technik den Unterschied zwischen Original und Emulation ohne hellseherische Fähigkeiten kaum erkennen könne. Das mag sein. Aber jetzt, da ich einige Male Gelegenheit hatte, auf Peters antikem Fender Rhodes herumzuklimpern, kann ich zumindest einen gewichtigen Unterschied aus im wahrsten Sinne des Wortes erster Hand feststellen: Das Spielgefühl der Rhodes-Tastatur ist ein komplett anderes als das jeder mir bekannten digitalen Umsetzung (sei es im Synthesizer-/-Rompler-Tastatur-Verbund oder mit Midi-Keyboard plus Sample-Player).
Auch wenn die Unterschiede in der schlußendlich aufgenommenen Klangfarbe selbst minimal sind: Die zwischen träge und agil schwankenden Reaktionen der Mechanik, die physische Rückkopplung zwischen Tastendruck und dem Anschlagen des Hammers am Klangstab, das mitschwingende Wummern bestimmter Akkorde erzeugen oder zumindest ermutigen eine bestimmte Spielweise, die definitiv die Musik beeinflusst, die mit Hilfe des Rhodes' entsteht. Bestimmte rhythmische Abläufe und harmonische Konstruktionen bieten sich dadurch stärker an, als sie es einer klinischen MIDI-Umgebung würden.
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