Dover
Die Stadt Dover selbst hat nicht allzu viel zu bieten. Dafür gibt es das schwer historische Dover Castle und natürlich die berühmten weißen Klippen.
Ersteres wurde über Jahrhunderte nicht nur als Schloß, sondern vor allem als Militärbasis genutzt und dabei zu einem umfangreichen Festungskomplex ausgebaut, der nun Besuchern offensteht und in dem man durchaus einige Stunden verbringen kann. Die alle Lebensbereiche durchdringende britische Obsession mit dem zweiten Weltkrieg äußert sich hier in einer aufwändig aufgemachten Ausstellung der geheimen Militärtunnel im Burgbereich, in denen in den Jahren des zweiten Weltkriegs ein Militärhospital und eine Kommandozentrale untergebracht waren. "Ausstellung" ist dabei eher im Sinne von "Theme Park" zu verstehen: Die Besucher werden durch das unterirdische Militärkrankenhaus auf den Spuren eines verletzten Fliegers geführt, wobei die Stationen seiner Behandlung nachgestellt werden - inklusive Licht- und Soundeffekte, sogar olfaktorischer Effekte (beissende Desinfektionsmittelgerüche) und Kunstblut.
Die weißen Klippen selbst sehen vor allem aus der Ferne sehr eindrucksvoll aus, und auf ihnen kann man auch einige - landschaftlich - schöne Spaziergänge oder Wanderungen machen. Wenn nur nicht der in scheinbar jeden Winkel vordringende Lärm des Fährhafens wäre, der die Idylle empfindlich stört.
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