Woher weiß ich, dass ich wach bin
Ein weiterer Sixties-Epigone ist Brent Cash aus Athens, Georgia, der vor ein paar Wochen SPIEGEL Online wenn keinen Hype, so doch eine nicht ganz verächtliche Erwähnung wert war.
In der Tat gibt es auf "How Will I Know If I'm Awake" die volle Packung Sixties-Pop-Sound, teils aufwändig orchestriert, mit einer guten Ladung Beatles und auch Brian Wilson. Was Zeitgenossen angeht, erinnert das ganze stellenweise deutlich an Fritz Doddys "The Feeling of Far" oder die Wondermints. Allerdings gerät Cash immer wieder etwas zu sehr in "Easy Listening"-Gefilde, inklusive schmalziges Flügelhorn und Bossa-Rhythmen.
Dazu kommt, dass viele der Stücke zwar sehr hübsch arrangiert sind und schöne Melodien aufweisen, aber eben doch nur auf ein, zwei Ideen fußen und obendrein oft ziemlich unmotiviert einfach ausblenden.
So schafft es Brent Cash für mich nicht ins Pantheon der Pop-Perlen: Hübsch, aber nicht essentiell.
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