28.04.2006

Weniger ist mehr

"Voices", das neue Album meines früheren musikalischen Weggefährten Thomas Thielen, schlägt zur Zeit im #progrock-dt Wellen - positive, ganz zurecht. Anlässlich dessen kam dort vor kurzem auch "Divorced Land", das Album unserer ehemaligen gemeinsamen Band "Scythe", mal wieder ins Gespräch. Deshalb habe auch ich es mir nach gut anderthalb Jahren noch einmal angehört.

Vor allem eines fiel mir diesesmal ein: Gekürzt und umgestellt wäre "Divorced Land" im Nachhinein betrachtet aus meiner Sicht ein deutlich besseres Album. Strukturell war die CD damals nach Art einer Doppel-LP konzipiert: Als erste "LP" "Outro" - "The Weight of The Wind", als zweite "Access" - "Denied" (ob jemals jemandem außer uns der Zusammenhang dieser beiden Titel aufgefallen ist?), wobei das Outro thematisches Material von "The Weight of The Wind" verarbeitet sowie "Access" Material von "Denied". Jede "LP" beginnt mir einem relativ kurzen Intro-Stück und hat an dritter Stelle ein kurzes Zwischenspiel.

Inzwischen denke ich, dass wir Zwischenspiele sowie die beiden ersten Longtracks "Am I Really Here?" und "One Step Further" hätten weglassen sollen (diese sind nämlich IMHO aus vielerlei, wenn auch teils verschiedenen Gründen die schwächsten der langen Nummern, sei es kompositorisch, soundtechnisch oder von der Darbietung her).

Die restlichen Stücke leicht umgestellt, so dass die daraus resultierenden beiden "LP"-Seiten sowohl thematisch geschlossen als auch musikalisch abwechslungsreich sind: Hallo astreine 46-Minuten-LP. Also:

Mein privater Co-Director's Cut von "Scythe - Divorced Land":

  1. Outro - A Striving After Wind
  2. Discussed
  3. The Weight of the Wind
  4. Access
  5. Run
  6. Denied

Also, CD so programmieren und die übrigen Nummern als ausführliches Bonus-Material betrachten.

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