22.12.2005

Undead

"Die australische Antwort auf Dead Alive": so oder so ähnlich wird "Undead" beworben. Das haut insofern hin, als dass es sich um einen vergleichsweise günstig produzierten Zombie-Film (und gleich das Debutwerk der Spierig-Brüder Michael und Peter) mit komödiantischen Elementen handelt. Allerdings ist "Undead" weder so witzig wie "Dead Alive" noch so blutig. Dennoch ist es erstaunlich, mit wieviel Gore der ungeschnittene Film eine FSK-16-Freigabe bekommen hat, immer hin fließt Blut relativ ungehemmt, Gliedmaßen werden abgetrennt, Körper gespalten, das volle Programm eigentlich.

Die schrägen australischen Hinterwäldler-Figuren und das amüsante Zombie-Schlachten machen anfangs viel vom Nicht-jedermanns-Humor und -Charme von "Undead" aus, zusammen mit dem coolen, schweigsamen Helden Marion (ja, "Marion" als Männername) mit seiner dreiläufigen Schrotflintenkombi, Sporen und breitkrämpigen Hut. Im Verlauf des Films wird die Geschichte aber immer wirrer und der Humor bleibt dabei etwas auf der Strecke: die Zombiefizierung der Einwohner der Kleinstadt, in der der Film spielt, wird verursacht durch Außerirdische, aber warum-wieso-weshalb, habe ich ehrlich gesagt nicht wirklich verstanden.

Vielleicht beim zweiten Sehen - denn dafür ist "Undead" dennoch unterhaltsam genug.

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