19.10.2004

Trigon und Zone Six in Lahr, 16.10.2004

Letzten Samstag fand im Schlachthof im badischen Lahr ein Doppelkonzert mit Trigon und den psychedelischen Spacerockern Zone Six aus Berlin statt.

Wie bei den letzten Trigon-Gigs reiste ich wieder als tastenbedienende Verstärkung aus München an. Bei meiner Ankunft gegen 17:30 waren die Trigonauten schon vor Ort, nur Zone Six, die eigentlich schon ab 16:00 eingetroffen und mit Aufbau und Soundcheck beschäftigt sein sollten, liessen noch auf sich warten. Was wir leider tun mussten, da Tihomir über das Zone Six Schlagzeug und Stefan über die Dave Schmidtche Bassbox spielen sollten. Wenigstens ist der Schlachthof ein Jugendkulturzentrum, so dass im "Backstagebereich" schon Catering, ein ausgefranster Pool-Tisch, ein Kicker und eine Stereo-Anlage sowie eine leider eher begrenzte Bibliothek von Mädchenzeitschriften zur Verfügung standen, die wenigsten ein wenig halfen, die Zeit zu vertreiben. Ich hatte für die Fahrt ein reichhaltiges Sortiment an CDs mitgebracht. Ich schätze, solche Klänge hat die Schlachthof-eigene Kompaktanlage selten zu verdauen: die neue Muffins-Scheibe (sehr nett!), Rahmann (klasse 70er-Ethno-Jazzrock aus Frankreich) und Far Corner (Avant-Kammer-Rock mit Tango-Einschüben)...

Nachdem die Zone Sixler schliesslich eintrudelten, liessen Sie sich eine ordentliche Portion Zeit mit Aufbau und Soundcheck, so dass wir gegen 20:45 (geplante Anfangszeit für das Konzert: 21:00) einen Minimal-Soundcheck machen konnten. Nach ein wenig Verpflegung (ich habe mir sagen lassen, die Kartoffelsuppe sei sehr gut gewesen, ich selbst blieb abstinent), enterten Trigon ca. 21:30 die Bühne.

Und natürlich wollte Stefans Bassverstärker nicht mit der Zone Six'schen Basslautbox spielen, was sich beim Minimalsoundcheck noch nicht bemerkbar gemacht hatte: während der ersten zwei Songs fiel der Bass komplett aus, war viel zu laut oder viel zu leise, erratisch und natürlich ziemlich störend... Die Fehlersuche wurde dabei nicht begünstigt von den Lichtverhältnissen auf der Bühne, die ehe Dunkelheitsverhältnisse waren, da Kosmik Klaus die volle Lichtschau für Zone Six zurückhalten wollte. Naja, man kann den Bass-Amp immer noch direkt ins Mischpult leiten, und ab da machte die Technik keine Zicken mehr. Nur das Licht blieb Nicht-Licht für den Rest des Auftritts.

Das Konzert selbst war sehr energetisch. Es gab zwar einen Haufen kreativen Umgangs mit Songstrukturen von unserer Seite, aber Power und Spass stimmten. Auch dem Publikum scheint's gefallen zu haben: der Applaus war eigentlich die ganze Zeit über relativ enthusiastisch, auch wenn die 50-70 zahlenden Gäste den sicherlich 200 Besucher fassenden Veranstaltungsraum verhältnismässig leer erscheinen liessen.

Zone Six begannen ihren Auftritt kurz später, viel habe ich aber nicht davon mitbekommen. Ich war erst in der vorhergehenden Nacht aus Spanien eingeflogen, Rainers bessere Hälfte erst am frühen Morgen mit dem Übernacht-Bus aus Polen eingetrudelt, so dass wir einen frühen, verhältnismäßig, Abflug nach Karlsruhe schafften. Was ich von Zone Six noch hörte, klang ganz nett: monoton-trancige Psychedelik, wie man sie sich live ganz gut geben kann, welche ich mir aber auf Tonträger wahrscheinlich nicht anhören würde.

Für dieses Jahr war's das - meinem momentanem Wissensstand zufolge wenigsten - mit Trigonautenaktivitäten. Nächstes Jahr steht im Februar ein weiteres Doppel-Konzert an, dann in Karlsruhe mit High Wheel. Und vielleicht findet sich im Januar mal ein Wochenende, an dem ich mit den Jungs in Karlsruhe im Probenraum in Ruhe jammen kann. Natürlich werden alle aktuellen Entwicklungen an dieser Stelle angekündigt und nachbereitet :-)

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