15.02.2006

Times-Prog, die zweite

Wenn man - sprich ich - den nebulösen Begriff "New Art Rock" ein wenig abweichend vom entsprechenden babyblauen Glossar-Eintrag folgendermaßen auffasst: Musik, die gitarren-lastigen Alternative Rock und spacig-psychedelische Pink-Floyd-Nachfolge kombiniert - dann fallen die Times-Progger "Pure Reason Revolution" mit "Cautionary Tales for the Brave" einigermaßen mittig in dieses weite Feld.

Was aber positiv auffällt und, wie ich glaube (ich bin zugegebenermaßen eher ein Wackelkandidat in Sachen New-Art-Rock-Kunde), die Londoner abhebt, ist der hübsch farbige Gesamtklang mit einer ausgewogenen Mischung aus dem üblichen Rock-Instrumentarium, analogen und digitalen Keyboard-Klängen, Streicher-Sounds und Ähnlichem - ein Eindruck, zum dem auch, vielleicht vor allem, die teilweise aufwändigen, mehrstimmigen und gegenläufigen Gesangsarrangements beitragen, die man in solcher Form in diesem Genre nicht allzu häufig serviert bekommt.

Leider dauert das genannte Mini-Album nur eine knappe halbe Stunde, aber wenigstens zieht diese unterhaltsam vorüber.

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