Tierkollektiv
Einem Hinweis vom Waeller folgend warf ich ein Ohr auf die New Yorker Band "Animal Collective", die die Zeit anläßlich derer vor kurzem stattgefundenen Deutschlandkonzerte mit den Worten "Sie sind inspiriert von den frühen Pink Floyd und den späten Beach Boys, und Krautrock mögen sie auch" beschreibt. Die Berliner Zeitung steckt sie in eine ganz andere Ecke. Aber wer hört schon auf's Feuilleton. Selbst ist der Progger.
Also: Pink Floyd und Beach Boys höre ich allerdings aus dem aktuellen Animal-Collective-Album "Feels" nur in Spurenelementedosis heraus. Mit "Krautrock" kommen wir der Sache definitiv näher: Manches klingt frappierend nach den frühen Amon Düül II. Vielleicht wird dieser Eindruck zu stark durch den Gesang-Klang geprägt, der allzu deutlich an den männlichen Gesang etwa auf "Tanz der Lemminge" erinnert, aber eben auch die rumpelnden Rhythmen, die wabernde Psychedelik und der gelegentlich rohe Do-it-yourself-Sound. Wer die seltsam-psychedelische Seite des frühen Krautrocks mag, kann hier durchaus eine Entdeckung machen. Mit einem caveat emptor: Frühere Alben der Band sollen akustischer und viel stärker folkgeprägt sein.
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