Thud
"Thud!" ist ein Geräusch. Das Geräusch eines Knüppels, der auf einen Kopf trifft, das Geräusch stampfender Trollfüße. Aber nicht nur das: "Thud!" ist auch der englische Titel des neuesten Scheibenweltromans von Terry Pratchett. Wieder einmal ist Sam Vimes, Kommandant der Ankh-Morporker Wächter, die Hauptfigur, und die Story dreht sich um die ewige Rivalität und Feindschaft zwischen den Trollen und den Zwergen, die sich anlässlich des Jahrestags der Schlacht von Koom Valley gewaltsam zu entladen droht.
"Thud!" ist zwar wieder etwas geschlossener und amüsanter als "Monstrous Regiment", aber es zeigt sich, dass Pratchett - wenn er sich nicht auf spezielle Themenkreise wie das Postwesen in "Going Postal" oder das Zeitungswesen in "The Truth" stürzt - die neuen Motive auszugehen scheinen. So wie "A Hat Full Of Sky" Altbekanntes aus dem Umfeld der Lancre-Hexen variiert, vermengt "Thud!" Ideen und Geschichten, wie sie so oder zumindest recht ähnlich schon in "Jingo" (Fremdenhass, Rassismus, Vimes verhindert einen Krieg in der Ferne), "The Fifth Elephant" (ein tieferer - pun intended - Einblick in die Zwergenkultur) und - bedingt - "The Night Watch" (Bürgerkrieg) angesprochen werden.
Für amüsante Seitenbemerkungen, nette Wortspiele und gelungene Charaktere ist Pratchett zwar immer noch gut, aber die Deja-Vus häufen sich. Vielleicht macht sich langsam doch eine Tendenz nach unten breit. Aber nach 30 Scheibenwelt-Romanen wäre das kein Wunder.
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