26.04.2007

The pAper chAse & Here Comes Conclusion, Kafe Kult, München, 25.4.2007

Ganz zu überfüllt wie bei The pAper chAse und Here Comes Conclusion nicht, aber dennoch gab's einen sehr ordentlichen Zuschauerandrang. Als kleiner Indikator für die Besucherzahl beginnt sich übrigens last.fm abzuzeichnen: Zu Ostinato/Maserati hatten sich in der dortigen Communtiy 13 Mitglieder angemeldet (es wurde sauvoll), zu The pAper chAse immerhin 7 (es war voll, aber nicht sooo voll wie zuvor).

Eröffnet wurde der Konzertabend von Here Comes Conclusion aus Nürnberg. Feine Sache das, aber auch schwer zu beschreiben. Zwar ging's stellenweise fast punkig zur Sache, aber andererseits waren für "echten" Punk die Stücke bei aller Kraft etwas zu abwechslungsreich (teilweise auch mit mehrstimmigem Gesang) und die Musiker sehr versiert. Dafür können Here Comes Conclusion nichts, aber die Beschreibung ihrer Musik aus dem Kafe-Kult-Newsletter als "NoisePunkRock" ist insofern irreführend. Nicht nur wegen des "Punk", sondern auch wegen des "Noise". Dieses Attribut scheint immer dann vergeben zu werden, wenn auch nur sporadisch mal eine Gitarre atonal krachen darf - wie es bei Here Comes Conclusion der Fall war. Aber das bisschen "Noise" fiel nicht wirklich ins Gewicht; und bei "Noise" denke ich eher an Boredoms und Co.

The pAper chAse schließlich boten ihren andernorts bereits näher beschriebenen "B-Horrorfilm"-Sound live (in der Besetzung Gitarre/Gesang, Bass, Schlagzeug, Keyboards/Samples, Cello) gekonnt und fett dar. "Fett" vor allem wegen des sehr druckvollen Basssounds, mit dem die Gitarre nicht ganz mithalten konnte. Schade, denn die stellenweise sehr schrägen Gitarrenriffs über dem gequälten Indie-Fundament machen gerade den Charme und die Besonderheit ihrer Musik aus. Auch vom Cello war leider nur wenig zu hören. Ähnlich wie auf "Now you are one of us" stellte sich außerdem nach einiger Zeit ein Ansatz von Überdruss ein, da sich die einzelnen Stücke sehr ähneln. Trotzdem: Nicht schlecht, und ein erfolgreicher Abend ist dem Kult immer zu gönnen.

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