The Kid With The Golden Arm
"The Kid with the Golden Arm" ist dem Titel zum Trotz kein Drogen-Problem-Film, sondern ein weiterer klassischer Martial-Arts-Streifen mit den "Five Venoms" von Regisseur Chang Cheh (siehe auch "Die unbesiegbaren Fünf" und "Das Höllentor der Shaolin"). Und wie bei letzterem wird hier leider einiges dramaturgisches Potential verschenkt. "The Kid With The Golden Arm" hätte nämlich tatsächlich das Zeug zu einem mitreißenden Drama, wenn sich vielleicht ein talentierter moderner Filmemacher des Stoffs für ein Remake annehmen würde. Es gibt eine tragisch endende Liebesgeschichte inklusive Eifersuchtsgeplänkel, einen Trunkenbold-Gesetzeshüter, verletzten Stolz, einen durchaus ehrhaften Bösewicht und intrigen- und verratgeschuldete Irrungen und Wirrungen sowie ein bisschen Humor.
Aber warum nicht einmal mitreißende Kampfkunst mit des Mitfieberns werten Charakteren kombinieren? Hier geht es natürlich hauptsächlich um die Kampfszenen, die großteils in den für viele Shaw-Filme typischen, oft leicht surreal wirkenden Studio-Landschaften inszeniert sind. Diese reichen von mechanistischem Prügel-Ballett bis hin zu durchaus ansprechend und komplex choreographierten Waffentänzen, und dies dürfte Genre-Fans wie mir reichen. Trotzdem ist das verschenkte filmische Potential ganz offensichtlich. So wie viele große Western - mit solchen teilt sich "The Kid With The Golden Arm" durchaus thematische Grundlagen - eben nur zum Teil aus Verfolgungsritten und Schießereien bestehen, hätte "The Kid With The Golden Arm" das Zeug dazu, über typische Shaw-Brothers-Ware hinauszugehen - leider nur "hätte".
Weitere aktuelle Beiträge
- 08.02.2009 - 13:36
- 04.02.2009 - 10:11
- 20.01.2009 - 16:49
- 14.01.2009 - 14:21
- 11.01.2009 - 16:42
Audio-Beiträge
- 24.11.2008
- 24.10.2008
- 23.07.2008
- 01.06.2008
- 08.04.2008
Bildergalerien
- 11.01.2009
- 12.11.2008
- 16.10.2008
- 30.09.2008
- 15.09.2008
Kommentare
Kommentar hinzufügen