The Grey & The Nine, Kafé Kult, München, 5.10.2006
Die Kurzbeschreibungen von Plattenfirmen oder von Veranstaltern zu ihren Künstlern stellen eine eigene Kunstform dar, deren Ästhetik vorschreibt, vor allem möglichst obskure Vergleichsbands zu nennen. Man nehme etwa den Flyer zum Auftritt der kanadischen The Grey im Kafé Kult: "Rauher treibender Posthardcore mit rauchigen Vocals, ex-Shotmaker, Lovitt, CAN". Wobei mit Can kaum die Krautrocker gemeint sein werden, sondern eben etwas obskures.
"Rauher treibende Posthardcore mit rauchigen Vocals" kommt als Beschreibung kommt aber hin: "The Greys" rockiger Alternative-Sound ist für Hardcore nicht aggressiv genug, aber man hört ihm in den etwas verspielten Strukturen und der erhöhten Härtegrad an, Hardcore schon gab, als er entstand, und "rauchig" war der Gesang sicher. Aber wie so oft hätte es der Musik besser gestanden, wenn er weniger rauchig und mehr Gesang gewesen wäre. Trotzdem ein nettes Konzert, insbesondere bei der geringen Dauer von etwa einer Stunde, die Abnutzungserscheinungen entgegen wirkt. Die erste Gruppe, die Münchner The Nine, fielen dagegen wegen der merklich simpler gestrickten Stücke und dem sehr gleich bleibenden Grundklang mit Ausnahme der schön feedbacklastigen, experimentelleren letzten Nummer deutlich ab.
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Kommentare
"Wobei mit Can kaum die Krautrocker gemeint sein werden, sondern eben etwas obskures."
eigentlich war damit nur die geographische herkunft gemeint.
viele grüße, dein kafe kult
:)
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