16.05.2007

The Blade

Tsui Harks Swordplay-Epos "The Blade" (technisch gesehen ein Remake des Shaw-Brothers-Klassikers "One-Armed Swordsman", den ich aber noch nicht gesehen habe - deshalb im Folgenden keine Vergleiche) kombiniert eindrucksvoll eine ausgeklügelte Optik und einen eindeutig ästhetischen Gesamtanspruch, der über einen "reinen" Martial-Arts-Film hinaus weist, mit kraftvoller und durchaus blutiger Action. Durch die temporeichen und stilisierten, aber eben auch brutaleren Kampfszenen hebt er sich von Nobel-Eastern wie "Tiger & Dragon" oder "Hero" ab: Harks Kamera bleibt während der Action in ständiger Bewegung und ungewöhnlich nah an den Protagonisten dran, so dass die Kinetik des Kampfs stark betont wird.

Gleichzeitig liefert er aber durch die verspielte Regie, die teilweise mit "normalen" filmischen Konventionen bricht (etwa durch Jump Cuts), die stimmungsvollen Einstellungen im Zusammenhang mit reflektiven (die Off-Kommentare der naiv-romantischen weiblichen Hauptperson) und deutungsbedürftigen Elementen (dass der männliche Hauptcharakter erst verstümmelt zu sich selbst findet, die Parallelen zwischen dem gespaltenen Schwert seines Vaters und dem Verlust seines rechten Armes etc.) genügend Anspruch, um eventuell auch Zuschauer, die keine Freunde des Kampfkunst-/Easter-Genres sind, begeistern zu können oder zumindest aufhorchen zu lassen.

Kommentare

Hi.
Klingt sehr Interessant.
Ich werde mir den Film mal anschauen.
Grüße Michi.

PS:Schönen Vatertag noch

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