Sky Captain And The World Of Tomorrow
Hmpf. Jo. Also: so richtig toll war das nicht, gestern abend in "Sky Captain And The World Of Tomorrow". Dass die Charaktere als solche ebenso farblos wie die Bilder bleiben würden, war, wenn nicht sogar zu erwarten, so wenigstens nicht überraschend. Ich meine, wenn die Hauptfiguren eine Reporterin namens Polly Perkins und ein Fliegerheld namens Joe "Sky Captain" Sullivan sind und obendrein der Bösewicht "Dr. Totenkopf" heisst, kann man sich darauf natürlich einstellen. Die computergenerierten Kulissen waren zwar nett, wirkten aber allesamt sehr blass, ebenso wie die weichgezeichneten Schauspieleraufnahmen. Das war wohl beabsichtigt, um einem kunstcolorierter 30er-/40er-Jahre-Look nachzueifern, aber trotzdem auf die Dauer eintönig. Obendrein war der zaghafte Humor grossteils wirkungslos. Der Kamera-Running-Gag wirkte auch zäh und zahlte sich tatsächlich erst bei der einigermassen trockenen Schlusspointe aus.
Am schwersten wog aber, dass der Film einfach nicht spannend war. Zu keinem Zeitpunkt baute sich trotz amoklaufender Roboterarmeen ein echtes Gefühl der Bedrohung auf. Ich denke, dass dies nicht nur an den autopilot-gesteuerten Hauptdarstellern, sondern vor allem daran lag, dass der Oberbösewicht - story-bedingt - mehr will ich nicht verraten, falls der ein oder andere den Film doch noch anschauen mag - nicht greifbar war, nicht konkret und lebendig wurde. Es fehlte einfach jemand, den man als Zuschauer hassen konnte, der einen Grund geliefert hätte, mit den "Helden" mitzufiebern. So blieb es bei optisch annehmbarer Berieselung ohne weitere Wirkung. Schade.
Weitere aktuelle Beiträge
- 08.02.2009 - 13:36
- 04.02.2009 - 10:11
- 20.01.2009 - 16:49
- 14.01.2009 - 14:21
- 11.01.2009 - 16:42
Audio-Beiträge
- 24.11.2008
- 24.10.2008
- 23.07.2008
- 01.06.2008
- 08.04.2008
Bildergalerien
- 11.01.2009
- 12.11.2008
- 16.10.2008
- 30.09.2008
- 15.09.2008
Kommentare
Kommentar hinzufügen