Sars Wars
Dass man sich in Asien u.a. darauf versteht, schräge Filme zu drehen, ist kein Geheimnis, einige Beispiele davon sind auch auf diesen Seiten dokumentiert. Die thailändische Splatter-Komödie "Sars Wars" gibt sich aber etwas zu viel Mühe, seltsam zu sein - zumindest für meine westlich geprägten Augen: Der alberne Humor, der den Film durchtränkt, ist vielleicht thailändisch. Oder auch nicht. Denn wenn man sich vorstellte, dass Didi Hallervorden einen halbwegs blutigen Zombiefilm drehen würde, wäre man vielleicht nicht arg weit weg von "Sars Wars": Es wimmelt von androgynen Figuren und Travestie-Bösewichten, Superhelden-Karikaturen und Slapstick-Momenten.
Sonderlich originell ist das ganze nicht. Die Idee, dass eine exotische Seuche (hier: eine fiktive, besonders aggressive Variante des Sars-Virus) Menschen und Tiere zu Zombies und/oder Monstern werden lässt, kennt man aus früheren Filmen, etwa "Braindead", von dem auch die Idee eines Zombie-Babies übernommen wurde (was trotzdem, oder deshalb, zu den gelungensten Gags des Films gehört). Nur das hier der Held den Monsten nicht mit dem Rasenmäher, sondern typisch asiatisch mit einem Wunderschwert zu Leibe rückt.
Immerhin: Durch den Hintergrund der 2003er Sars-Epidemie reiht sich "Sars Wars" in eine lange Science-Fiction- und Horror-Tradition ein, in der reale Bedrohungen filmisch verarbeitet werden. Was früher vor allem kalter Krieg und Atombombe oder Atomkraft waren, sind heute Krankheiten (siehe auch z.B. "Cabin Fever" oder "28 Days Later...").
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