07.09.2006

Pranke

Nicht, dass es nicht schon genug Lesestoff gäbe, mit dem ich meine Zeit verplempern könnte und auch verplempere. Aber das Pranke-Magazin ist schlicht zu nett, als dass ich es übergehen könnte. Pranke ist laut Selbstbeschreibung eine "unkommerzielle Publikation mit dem Schwerpunktthema Filmmonster", also ein Fanzine, wenn auch ein umfangreiches und informatives. Filmmonster, speziell die in Pranke großen Raum einnehmenden Kaiju (japanische Kreaturen à la Godzilla, meist Man-in-Suit-Monster), interessieren mich zwar eigentlich nicht allzu sehr, aber da es bei diesem Themenkreis immer wieder zu Überschneidungen mit den Themen Horror und klassische Science Fiction (also auch Weltraummonster) kommt, ist die Pranke auch für mich spannend.

In Pranke #29 findet sich etwa ein ausführlicher Artikel zu "Dämonen aus dem All" (dem vierten Teil von Antonio Margheritis Gamma-Uno-Tetralogie). Dieser soll sogar der Auftakt einer Reihe zu italienischen Space Operas sein, auf die ich mich freue.

Man sieht dem Magazin an, dass es kein professionelles Produkt ist. Etwa ist es - außer dem Umschlag - nur Schwarzweiß gehalten, was gerade angesichts vieler Abbildungen von Werbematerialien oder DVD-Covern etwas schade, aber wohl wegen der ansonsten exorbitanten Druckkosten kaum zu vermeiden ist. Außerdem ist der Schriftgrad ziemlich klein, wohl auch kostenbedingt, denn größere Schrift hieße mehr Seiten - oder weniger Inhalt, was jedem Enthusiasten (und solche erstellen Pranke zweifellos) die Entscheidung leicht macht...

À propos Inhalt: Die Features, aber auch die Leinwand- und DVD-Rezensionen sind in der Regel umfangreicher als in den meisten Zeitschriften. Allerdings enthalten viele der Artikel überaus ausführliche, ich meine wirklich ausführliche Inhaltswiedergaben der jeweiligen Filme. Wenn ich's so genau wissen will - dann schaue ich mir den Film an. Teile des dafür verwendeten Platzes wären meines Erachtens mit noch mehr Hintergrund-Informationen oder Deutungen, meinetwegen auch persönlichen Eindrücken besser genutzt. Oder man könnte doch den Schriftgrad hochschrauben...

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