27.06.2007

Plane Dead / Flight of the Living Dead


There are motherfucking zombies on the motherfucking plane.

What else do you need to know? How the zombies get on the plane, what the zombies do once they're on the plane, who puts the zombies on the plane, who is trying to get the zombies off the plane...This is not for you to ponder. There are zombies on the plane. End of fucking story.

Falls dem/der ein oder anderen obige Phrasen bekannt vorkommen, ist dies kein Zufall. Passt schon. Denn der Film, auf dem ich das Zitat von Josh Friedman umgemünzt habe, könnte einem auch bekannt vorkommen. Wenn man in Snakes on a Plane die Schlangen durch Zombies ersetzen würde, bekäme man etwas, das "Plane Dead" a.k.a "Flight of the Living Dead" verdächtig nahe käme (diese Titelspielereien, die natürlich anspielen an "Braindead" bzw. "Night of the Living Dead", sind wohl das originellste am Film).

"Plane Dead" ist ein "Konzept"-Film, ein Film also, der im Wesentlich aus nur einer einzigen Idee besteht: "Wär's nicht cool, wenn auf einem Linienflug Zombies auftauchen würden?" Wäre cool, ist cool - aber damit erschöpft sich schon fast alles, was man über "Plane Dead" sagen kann, da alles weitere das Malen nach Zahlen in Form eines B-Movies ist. Ironie, postmoderne Selbstbezüglichkeit, genresprengende Originalität sucht man hier vergebens. Es sind verdammt noch mal gottverdammte Zombies in dem gottverdammten Flugzeug. Das reicht, gottverdammt. (OK, ganz fair ist diese Bewertung nicht, da "Desaster-Film" und "Zombie-Film" zu mischen zumindet genreübergreifend ist.) Es gibt den Look eines günstig gedrehten Films, viele Tode und damit Tote, es gibt einiges an Blut und Action, und es gibt Plot- und Plausibilitäts-Löcher, durch die man die komplette Boing 747 aus dem Film fliegen könnte - also gerade noch solide Zombie-Action-Kost für Genre-Freunde, nicht weniger, nicht mehr.

P.S. Nur kurz zu den "Plausibilitätslöchern": Klar darf man von einem Film, in dem die Toten virusbedingt als mordlüsterne Kannibalenmonster wiederauferstehen, keinen Realismus erwarten. Aber innerhalb der der durch solche Rahmenbedingungen abgesteckten Grenzen gibt es Regeln, die man besser befolgen sollte, damit gerade die Wirkung des Außergewöhnlichen umso stärker ist. Und wenn ein Film keine Anhaltpunkte dafür gibt, dass in seinem Erzähluniversum Flugzeugwerkstoffe und Gewehr- und Pistolenkugeln anders reagieren und funktionieren als in der Realität, dann sollte man dies als Filmemacher beachten.

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