10.04.2007

Ostinato & Maserati, Kafé Kult, München, 5.4.2007

Die musikalische Verwandschaft manchen sogenannten Postrocks mit dem Krautrock habe ich an anderer Stelle bereits angemerkt. Frappierend offenhörlich wurde wurde sie wieder letzte Woche im Kafe Kult beim Konzert "Maseratis", die stellenweise wie eine Kreuzung aus "Neu!" (Harmonik) und "Ash Ra Tempel" (Gitarrenarbeit) klangen, nur flotter, treibender, eben moderner. Feine Sache das, sehr fliessend und hypnotisch, mit Kraft und Atmosphäre, wenn auch nicht sonderlich abwechslungsreich.

Schade nur, dass der kleine Raum des Kafe Kults an diesem Abend restlos überquoll und ich sowohl "Maserati" als auch der zweiten Gruppe, "Ostinato" vom Gang aus lauschen musste. Was bereits zu befürchten war, als sich im Vorfeld über last.fm schon 12 Besucher angekündigt hatten - mehr, als bei manchen Kult-Konzerten insgesamt an zahlenden Gästen anwesend waren. Hier wäre mal wieder ein Umzug in den großen Saal angesagt gewesen.

Von "Ostinato", ebenfalls aus den USA, ist bei mir, wie ich gestehen muss, nicht viel hängen geblieben, obwohl diese alleine durch die Besetzung (Bass, Gitarre, Schlagzeug und Violine) das Potential zu einer interessanteren, variableren Band gehabt hätten und auch instrumental durchaus überzeugen konnten. Aber sie wirkten mit ihren tendentiell etwas verspielteren Strukturen wesentlich weniger kompakt als "Maserati" und damit live schlicht weniger eindrucksvoll.

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