22.06.2004

Nekropolis 23 Session von gestern abend

Gestern abend hatten wir nach längerer, urlaubsbedingter Pause die erste Nekropolis 23 Probe/Session seit Rainers Besuch in München. Diesmal waren wir irgendwie wüst drauf. Vielleicht lag es daran, dass wir einen Monat nicht mehr zusammen gespielt hatten, vielleicht daran, dass wir uns vor der Session noch darüber unterhalten haben, wie gut Peters Zusammenstellung von Vol.2 und Vol.3 vom Ablauf her geraten ist und daß wir die Breite unseres Sounds noch mehr ausloten könnten.

Gestern geriet's jedenfalls in die "freiere" Richtung, mit einigen quasi-chaotischen Passagen, einer sehr ausgedehnten spacigen Nummer mit breiten Klangwolken sowie einigen kürzeren, manischen Miniaturen. All diese Stilistiken benutzen wir immer wieder wieder, aber dadurch, dass wir inzwischen sehr gut aufeinander eingestellt und eingespielt sind, fällt es uns relativ leicht, auch komplett improvisiert ziemlich strukturierte Nummern zwischem wuchtigem Bombast und jazzrockigem Drive zu spielen, was wir also auch verhältnismäßig oft machen. Ein toller Groove oder eine fette druckvolle Nummer machen ungemeinen Spass, aber die experimentelleren, scheinbar chaotischeren Stream-of-consciousness Stücke haben ebenfalls ihren Reiz. Gerade während des Spielens: sie erfordern ungemeine Konzentration und viel Hören auf die Mitspieler sowie bandinterne Kommunikation. Ob das gleichermassen beim "unbeteiligten" Hörer ankommt, ist eine ganze andere Frage.

Beim nächsten Mal stehen dann - wer weiss? - vielleicht unsere "Single"-Nummern an. Nicht, daß wir wirklich poppig werden würden. Das verhindert unser reinrassiger improvisatorischer Ansatz schon prinzipiell. Aber gelegentlich ist es auch ein grooviges, eingängigeres Riff mit Stampfrhythmus, das sich ergibt.

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Weitere aktuelle Beiträge

Audio-Beiträge

Bildergalerien