25.09.2005

"Musicians don't dance"

Dieser Ausspruch des großen Schroeder hat seine Berechtigung. Tanzmusik ist eben eigentlich kaum solche, da sie pervertiert ist: Musik unter der Sklaverei des tanzbaren Rhythmus. Umso bizarrer ist es daher, wie irrelevant Musik für's Standardtanzen tatsächlich ist. Dass die Bewegungen der Tänzer aufgrund ihrer festgelegten Choreographien bei großen Turnieren mit der begleitenden Musik so gut wie nichts zu tun haben, kann man jeder Fernsehübertragung eines solchen Ereignissen verfolgen. Aber auch in den niedrigsten Stufen gilt: nur nichts auf den Rhythmus geben. Die Grundschritte etwa der Allroundwaffe "Discofox" oder auch des "Foxtrotts" bestehen jeweils aus drei Schlägen, obwohl die zugehörigen Rhythmen klare 4/4 sind. Ähnliche Techniken benutzen im Prog etwa King Crimson oder auch Magma immer wieder.

Sind Tänzer also heimliche Gesinnungsprogger? Solche Polymetrik sollte Liebhabern der Komplexität wenn nicht entgegen kommen, so doch lieb sein. Musiker tanzen nicht. Progger schon?

Kommentare

Es gibt "tanzen", und dann's gibt's "tanzen". Das auf der Freakshow war "tanzen", aber sicher kein "tanzen" ;-)

Dass Progger gerne und ausgiebig tanzen, hat man doch auf der Freakshow gesehen...

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Weitere aktuelle Beiträge

Audio-Beiträge

Bildergalerien