Manga meets Magma, die Auflösung
Nach langer Suche habe ich inzwischen die fehlenden beiden "Five Star Stories"-Alben zu einem annehmbaren, wenn auch nicht - meine mir selbst gemachte Vorgabe - wirklich vernünftigen Preis auftreiben können. Und tatsächlich: das 1990er Album enthält durchaus interessante, wirklich zeuhlartige Musik: grollender Bass, düstere Grundstimmung, teilweise fast RIO-artige schräge Harmonien.
Ich vermute, dass dies darauf zurückzuführen ist, dass für dieses Image-Album im Gegensatz zu den anderen beiden der Zeichner Mamoru Nagano selbst für die mehr oder weniger komplette Musik verantwortlich ist. Allerdings bedeutet dies ebenfalls, dass er die LP auch mehr oder weniger im Alleingang eingespielt hat. Deshalb klingt einiges etwas holprig, was wenigstens teilweise unter "sympathischer Selfmade-Charme" eingeordnet werden kann. Schwerer verdaulich sind aber manche der stark 80er Jahre geprägten synthetischen Klänge, auf die ich nahezu allergisch reagiere.
Trotzdem: unter dem Motto "seltene Kuriosität" eingeordnet, ist das Album interessant und für den Nachhall erhellend, den Magma in der Musikwelt und abseits davon hinterlassen haben.
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