09.07.2008

Making Money

Auch wenn der Titel so klingt: Dies ist kein Spam-Beitrag. "Making Money" (dt. "Schöne Scheine") ist nämlich der Titel eines weiteren von Terry Pratchetts Discworld-Romanen. Die in "Going Postal" eingeführte Figur Moist von Lipwig spielt auch hier Hauptrolle: Nachdem von Lipwig von Patrizier Havelock Vetinari in "Going Postal" dazu erpresst wurde, die Ankh-Morporker Post auf Vordermann zu bringen, fällt es ihm in "Making Money" zu, Bank und Münzanstalt zu reformieren.

"Going Postal" war einer der stärksten Bände des Scheibenwelt-Reihe. Leider kann, so sympathisch die Hauptfigur nach wie vor ist, "Making Money" dieses hohe Niveau nicht halten. Zwar bringt Pratchett wieder etliche schöne und amüsante Ideen unter, und nebenbei kann man noch ein wenig über Geldwirtschaft lernen, aber die Menge an Einfällen wirkthier merkwürdig zusammenhanglos: Die Grundgeschichte wirkt zusammengeflickt und ist auch sonderlich überraschend oder spannend. Dies mag u.A. daran liegen, dass Von Lipwig hier auch einfach keinen annähernd ebenbürtiger Gegenspieler (wie Reacher Gilt aus "Going Postal) hat.

Also: Nach wie vor amüsant, aber kein Höhepunkt Pratchett'chen Schaffens.

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