Magma Top 5, gezwungenermaßen
Ich mag keine Top x-Listen, egal um was es geht. D.h., ich mag von anderen fabrizierte gerne lesen, aber selber Listen aufstellen ist mir ein Gräuel. Fast immer ist man bei solchen Listen entweder gezwungen, Äpfel und Birnen zu vergleichen, oder durch ein künstliches Limit der Anzahl der Listenplätze gleichwertiges wegzulassen, oder gar beides. Obendrein vergesse ich relevante Kandidaten oder bin mir mit mir selber nicht einig.
Anläßlich meines Magma-Artikels im heute bei den ersten Abonnenten eingetroffenen Eclipsed wurde mir aber trotz meiner Abneigung aufgetragen, eine kommentierte Magma-Top 5-Alben-Liste als Ergänzung der aufgeführten Diskographie zu erstellen, was ich zähneknirschend tat. Deshalb an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zur schlussendlich getroffenen Auswahl.
Zum einen habe ich die Diskographie auf die Nicht-AKT-Veröffentlichungen Magmas beschränkt, so dass auch für die Top 5 nur Nicht-AKT-CDs in Frage kamen. Die AKT-Reihe enthält hauptsächlich so etwas wie "official bootlegs" aus dem Magma-Umfeld. Darunter befinden sich zwar auch einige Perlen, aber auch etliche Scheiben, deren Klangqualität meines Erachtens nicht gut genug ist, um eine geeignete Einführung für Neueinsteiger zu bieten.
Damit blieb als Top-Album nur "Mekanïk Destruktïw Kommandöh", obwohl ich die inzwischen als AKT-CD veröffentlichte Vorgängerversion "Mekanïk Kommandöh" besser finde. Als zweites musste dann "Live (Hhaï)" kommen, weil zum einen Magma live eine Macht sind, zum anderen "Köhntarkösz" in der Top-Liste enthalten sein musste. Es ist eines der Magma-Hauptwerke; die Live-Version kommt aber wesentlich mitreissender daher als die Studioaufnahme. Zum Ausgleich für das entgangene "Mekanïk Kommandöh" hat es dafür das ebenfalls spartanisch arrangierte und musikalisch intensive "Wurdah Ïtah" auf Platz 3 geschafft. "Üdü Wüdü" durfte wegen Jannick Tops "De Futura" nicht fehlen, das nicht nur einer der Gründe war, warum Christian Vander Top als Co-Bandleader wieder in die Band holte, sondern auch auf Sound und Spielweise nachfolgender Zeuhl-Bands enormen Einfluss ausübte.
Danach wurde es schwierig. Die Entscheidung für das Debütalbum fiel vor allem deshalb, weil es musikalisch deutlich anders gelagert ist als die späteren LPs, auch wenn die Ansätze des Kommenden schon erkennbar sind, und damit eine weitere Facette im magma'schen Klangkosmos illustriert wird.
In meiner internen engeren Auswahl war noch "Retrospektïw 1-2", vor allem wegen "Theusz Hamtaahk". Allerdings wäre damit MDK doppelt gewesen, und obendrein ist es unschön, dass "Retrospektïw 1-2" als teure Doppel-CD daher kommt, obwohl die beiden enthaltenen Epen von der Laufzeit her locker auf eine Einzel-CD passen würden. Die "Theusz Hamtaahk Trilogie" war von vorneherein nicht im Rennen, da sie im gleichen Heft schon mit einer eigenen Rezension vertreten ist.
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Kommentare
Hi,
na, da bin ich mal auf den Artikel gespannt. Hoffentlich ist das Heft schon da, meistens bin ich nämlich immer einen Tag später dran :-(
Warum eigentlich nicht K.A. als vielleicht eingängistes Werk in den Top 5? Ich weiss, das ist wieder eine dieser Fragen, die man nicht stellen. Bin aber trotzdem neugierig *grins*
Ciao, ThomK
Weil "K.A" schon ne fette Kastenrezi im letzten Eclipsed hatte und im Artikel auch noch gesondert erwaehnt wird :-)
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