10.01.2006

Kundenservice, Teil 4

Die früher angesprochene Koenjihyakkei-CD ist inzwischen heil in Deutschland gelandet. Auch bei mir. Beides muss nicht zusammenfallen. Wer des öfteren auf der Suche nach hierzulande oder auch in den EU-Staaten schwer erhältlichen Alben ist, wird früher oder später Bekanntschaft mit dem deutschen Zoll machen.

Diesmal gottseidank nicht. Bei "Viva! Koenji!" als einer einzelnen - und obendrein preislich unterhalb der Zollpflicht angesiedelten - CD bestand sowieso nur eingeschränkte Gefahr (mit Vorliebe werden natürlich größere Päckchen bei den Stichproben abgefangen). Aber die netten Damen und Herren von "Aquarius Records" bewiesen ihren Sinn für Kundenservice auch in der beigelegten Zolldeklaration: "Gift for cultural exchange".

Hehe. "Cultural exchange" stimmt soweit, schließlich wurde zwischen ihnen und mir auf gewisse Weise Kultur ausgetauscht. "Gift" stimmt nicht so sehr, leider. (Amüsantes verwandtes "stimmt nicht so sehr" am Rande: bei freedb.org war die Über-Zeuhl-CD "Koenjihyakkei: II" mit dem Genre "Christian Rap" geführt.)

A propos Kundenservice (wie: "keiner"): eben Zoll. Während einer Pilgerreise zum Hauptzollamt München erlebte ich bis dato die dreistest-stärkste Bestätigung der weit verbreiteten Beamtenvorurteile. Als ich darauf wartete, endlich meinen Obolus entrichten zu dürfen, spielte die zuständige Schalterbeamte erst einmal in Seelenruhe auf dem in voller Breite von der Publikumstheke aus einsehbaren Monitor ihres Arbeitscomputers das anscheinend gerade begonnene Solitaire-Blatt zuende. Gerne hätte ich ihr ein paar Tipps gegeben, damit das Spiel schneller hätte zuende sein können. Das war aber nicht nötig - sie schien ziemlich routiniert.

Kommentare

Das machen die bei Aquarius schon lange und es hat schon immer geklappt... :-)

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Weitere aktuelle Beiträge

Audio-Beiträge

Bildergalerien