16.09.2005

Kreittmayr

Vor dem Besuch in einer neuen Kneipe versuche ich mich im Netz über das jeweilige Etablissement zu informieren. kneipen-suche.com hilft in Fällen schon ein wenig weiter; komplette Speisekarten oder Photos der Innenansicht bieten meist jedoch nur die Websites des Lokals selbst - wenn man sie findet. Die Website des Kreittmayr zu finden erwies sich als schwierig, aber ein Google-Zufall führte mich schließlich doch hin.

Zwar gibt es dort eine einigermassen sympathische Flashanimation, aber Bilder vom Innenleben der Kneipe fehlen, wohl mit Grund: eine Schönheit ist das Kreittmayr innerlich nicht. Was aber nicht heißt, dass es dort nicht gemütlich ist: zwar ist die Einrichtung nicht mehr die neueste, aber das ganze hat unprätentiösen Eckkneipencharme, was auch durch die schnelle Bedienung und freundliche persönliche Begrüßung unterstützt wird. Und der Billardtisch wirkte für einen Kneipentisch sehr gut in Schuss. Die Kegelbahn habe ich nur im Vorbeigehen gesehen, aber auch der Biergarten wirkte recht anheimelnd. Die Musik war leise, der Publikumsverkehr überschaubar, aber nicht trostlos und ebenfalls eher "die Nachbarn schaun rein"-artig.

Die Karte - von der ähnlich gelagerten Wochenkarte abgesehen - findet sich immerhin online. Die Getränke sind normalpreisig, das Essen ist verhältnismäßig günstig, wenn auch recht einfach und rustikal. "Pommes spezial" auf einer Münchner Karte geben allerdings wieder Pluspunkte; die "Riesencurrywurst", die ich natürlich nehmen musste, war wirklich groß und einfach ne gute Wurst, auch wenn's eine rote war...

Ein weiterer Vorteil des Kreittmayr ist seine Lage: mit U-Bahn und Tram sehr gut zu erreichen und noch in Laufweite vom Hauptbahnhof. Und dass das Cinema direkt um die Ecke ist, lädt geradezu dazu ein, nach dem Stammtisch noch kurz in die Spätvorstellung zu hüpfen.

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