Harry Potter and the Deathly Hallows
Falls jemand von denen, die es interessiert, wider Erwarten das Buch noch nicht gelesen hat, weil er/sie evtl. auf die deutsche Übersetzung wartet: Konkrete inhaltliche Spoiler werde ich zu vermeiden versuchen, dementsprechend nicht sehr auf den Inhalt des Buches eingehen, aber wer komplett "unschuldig" bleiben möchte, liest trotzdem unten besser nicht weiter.
Deshalb vorab nur so viel: "Harry Potter and the Deathly Hallows" ist ein gelungener Abschluss der Buchreihe. Es gibt ziemlich viel "Action", alle offenen Fragen werden beantwortet und die entsprechenden Erzählstränge zu einem befriedigenden Ende zusammengeführt.
Allerdings leidet auch der siebte Potter-Band an dem gleichen Syndrom wie die beiden vorhergehenden Bücher: Zu viel, teilweise bemüht wirkende, Exposition in Form von Gesprächen, Pensieve-Erinnerungen und - hier zum ersten mal in massiv - abgedruckten "Daily Prophet"-Artikeln.
Ansonsten fällt auf, dass die charakterliche Entwicklung, das Erwachsenwerden der jugendlichen Hauptfiguren, dieses Mal kaum eine Rolle spielt, sondern vor allem die Geschichte vorangetrieben wird, was natürlich dafür sorgt, dass der Spannungsbogen - abgesehen von den eben erwähnten Expositionseinschüben - erhalten bleibt, wobei aber andererseits die Humanität der letzten Bücher etwas auf der Strecke bleibt. Dafür ist "Deathly Hallows" noch offensichtlich politischer, als es schon die letzten Bände der Reihe waren: Überwachungsstaat, Terror und Rassenwahn mit deutlichen Drittes-Reich-Parallelen werden thematisiert.
Noch ein letztes (pun intended) Wort zum Epilog: Überflüssig, antiklimatisch, und zu sehr Herr der Ringe.
Weitere aktuelle Beiträge
- 08.02.2009 - 13:36
- 04.02.2009 - 10:11
- 20.01.2009 - 16:49
- 14.01.2009 - 14:21
- 11.01.2009 - 16:42
Audio-Beiträge
- 24.11.2008
- 24.10.2008
- 23.07.2008
- 01.06.2008
- 08.04.2008
Bildergalerien
- 11.01.2009
- 12.11.2008
- 16.10.2008
- 30.09.2008
- 15.09.2008
Kommentare
Kommentar hinzufügen