05.01.2006

Fray - Future Slayer

Nein, ich werde nicht schwach. Nein, ich werde nicht schwach. Nein, ich werde... Ach, wem mache ich was vor? Mir selbst auch nur ungenügend, in dem ich den Erwerb des Comicbands "Fray - Future Slayer", der die ursprünglich acht Hefte der Serie bündelt, damit rechtfertige, dass es sich um eine Science-Fiction- und Fantasy-Geschichte aus der Feder von Joss Whedon handelt, die obendrein im Buffyversum angesiedelt ist und mich von daher alleine schon als Buffy und nicht unbedingt als werdender Comic-Fan interessieren muss.

Die Geschichte spielt in der fernen Zukunft, und Titelfigur (Melaka Fray) ist - obwohl sie es zu Beginn noch nicht weiss und sich als Auftragsdiebin über Wasser hält - die Jägerin. Als die Vampire (in der Zukunft despektierlich nur "lurks" genannt und von der Bevölkerung im Großen und Ganzen nicht weiter beachtet) unter der Führung eines geheimnisvollen Neuankömmlings sich aus ihrer jahrhundertelangen Apathie zu erheben beginnen, wird Fray von unerwarteter Seite über ihre Berufung aufgeklärt, und es beginnt der unvermeidliche Kampf zwischen den Fraktionen - allerdings mit einigen netten Variationen in der Standardformel. Wie so oft bei Whedon ist nicht jeder der Beteiligten eindeutig als Guter oder Böser zuzuordnen.

Neben der Umsetzung whedontypischen Grundidee des starken, emanzipierten Mädchens, das sich in einer feindlichen Umwelt durchsetzen muss und seinen ebenso patentierten omnipräsenten Einzeilergags, kann (mich als Nichtkenner) auch die graphische Umsetzung überzeugen: abwechslungsreiche Seitengestaltung, ohne dabei den Fluss der Geschichte aus den Augen zu verlieren, prägnante Charaktere und starke Farben.

Eigentlich der ideale Einstieg für einen Buffy-Fan in die Comicwelt.

Shit. Argh. Um nicht zu sagen: Grr... Argh.

Kommentare

Es liegt mir fern Dich weiter in die düstere Ecke der Schmutz-und-Schund-Literatur zu verführen, aber wer "Fray" sagt, muss auch "Jinx" sagen. Gleichnamiger Comic von Brian Micheal Bendis ist für einen Whedonfan Pflichtlektüre. Zwar ist es der Nachfolger zu "Goldfish" aber diesen muß man nicht unbedingt vorher gelesen haben, zumal Jinx meiner Meinung nach deutlich besser ist. Das hat zwar nichts mit dem Buffyverse zu tun, aber die Sprachkultur, das Spiel mit Klischees - auch natürlich den selbstgeschaffenen - die Visuelle und Erzählerische experimentierfreude sowie die starke popkulturelle Verwurzelung erinnern sehr stark an die Whedonschen Kreationen.

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