29.07.2004

Fantasy Filmfest 2004: Arahan

Dafür muss man Veranstaltungen wie das Fantasy Filmfest einfach mögen: daß man Entdeckungen angeboten bekommt, die man sonst nur mit evtl. etwas Recherche und Wagemut beim DVD-Kauf machen könnte (ähnlich ging's mir auch beim Film Festival Heidelberg/Mannheim). Während "The Legend Of Evil Lake" ja nicht der grosse Bringer, wenn auch kein Reinfall war, bescherte uns Arahan gestern abend einen rundum unterhaltsamen Kino-Abend. Dem häufigen - nicht hämischen! - Gelächter, Szenen- und Schlußapplaus nach zu urteilen, ging es den anderen Besuchern zum größten Teil ebenso.

Die Inhaltsangabe von Arahan kann man auf der Fantasy Filmfest-Seite nachlesen, dazu will ich mich nicht weiter auslassen. Gut war jedenfalls, daß der Film weder sich, noch das Martial Arts-Genre keine Sekunde zu ernst nahm, das machte schon die Eröffnungssequenz mit dem Kaffee-Kränzchen der kettenrauchenden Chi-Master-Pensionäre deutlich... Es gab jede Menge ausnahmsweise wirklich witziger Slapstick- und Comedy-Elemente, die aber nicht peinlich oder nervig waren. Dazu etliche tolle choreographierte Kämpfe mit viel Akrobatik und Wirework, das aber ebenfalls nicht albern rüberkam. Die Story... naja. Ansatzweise unausgegoren, aber eigentlich Nebensache. Aus dem Konflikt des Helden zwischen seinen neu erworbenen Fähigkeiten und der Art, wie diese zu nutzen sind, hätte noch besser ausgearbeitet werden können, aber das kann man auch Sam Raimi und Spider-Man überlassen. Arahan kann ich jedenfalls empfehlen.

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