20.09.2007

Exoten-TV (Teil 21: Heroes)

Bin ich jetzt froh, dass der andere Uli mir die zweite Hälfte der zweiten "Battlestar Galactica"-Staffel noch nicht ausgeliehen hat oder nicht? Zwar war es einerseits schwerst frustierend, nach dem üblen Cliffhanger der zehnten Folge nicht einfach weiter gucken zu können, andererseits habe ich daher seit ein paar Tagen Zeit, mich mit der vor kurzem eingetroffenen ersten Staffel von "Heroes" zu beschäftigen. "Heroes" läuft zwar in drei Wochen auf RTL II an, aber beim Schauen einer Serie nicht von unberechenbarer Senderpolitik abhängig zu sein (von den Freude am englischen Originalton abgesehen), ist den überschaubaren Preis für die amerikanische DVD-Box locker wert.

Was soll ich sagen? "Heroes" rockt - zumindest die ersten fünf Folgen, die ich bisher gesehen habe. Grober Handlungsrahmen: Gewöhnliche Menschen unterschiedlicher Herkunft bemerken bei sich plötzlich jeweils besondere Fähigkeiten. Aber nicht für alle Parteien der Serie kommen diese Wandlungen unerwartet.

Schrecklich originell klingt die Prämisse nicht, insbesondere ist dies der Stoff vieler Superhelden-Comics, durch die Heroes in der Tat inspiriert ist (eine der Hauptfiguren zeichnet sogar Comics und schafft popart-artige Gemälde). Aber "Heroes" bietet spannende, komplex-verschlungene, intelligente Storylines, die - bisher zumindest - die Balance zwischen geheimnisvollen Andeutungen, dem Vorantreiben der Handlung und Action wunderbar wahren. Sehr, sehr feine Sache, das. Hoffentlich hält die erste Staffel das Niveau der ersten Folgen.

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