07.11.2008

Exoten-TV (Teil 21: Fringe)

"Fringe", die neue Serie von Lost-Miterfinder J.J. Abrams hatte ich bereits erwähnt. Inzwischen sind die ersten paar Folgen gelaufen und im Vergleich zur Pilotfolge ist die Serie zwar marginal interessanter geworden (es wird einiges an möglicherweise spannenden längerfristigen Entwicklungen angedeutet), wenn sie auch bei weitem nicht das gleiche Suchtpotential wie "Lost" entwickelt.

Spaßig an "Fringe" ist vor allem, wie die aus hunderten mehr oder schlechten Science-Fiction-Filmen bekannte Standardfigur des "Mad Scientist" von den Füßen auf dem Kopf gestellt wird.

John Noble als Dr. Walter Bishop gibt den im wahrsten Sinne des Wortes verrückten Wissenschaftler (der nämlich 17 Jahre in der Psychatrie verbracht hat), inklusive Kellerlabor voller bizarrer Gerätschaften, haarsträubender Pseudo-Wissenschaft in jeder Folge voller Menschen-Experimente - nur eben nicht als Bösewicht, sondern als Held.

Davon abgesehen bleibt abzuwarten, wie sich "Fringe" weiterentwickelt. Manche der Aufhänger-Ideen hinter einzelnen Forlgen sind so absurd, dass man fast von einer Parodie, zumindest von einer Hommage an alte SF sprechen muss. Andererseits gibt sich "Fringe" abseits des Humors, der durch den verwirrten Walter entsteht, so ernsthaft, dass nicht zu erwarten steht, dass die Serie irgendwann vollends ins Alberne kippt - zumindest nicht absichtlich. Es wäre aber auch schade, wenn diese Momente des Augenzwinkerns verschwinden würden, denn für eine ernsthafte Verschwörungs-/Mystery-Serie ist der Spannungsauf nicht ausgeprägt genug - noch jedenfalls.

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Weitere aktuelle Beiträge

Audio-Beiträge

Bildergalerien