05.03.2007

Engel'in schwerem Sirup

Hände hoch und auf's Herz, wer kennt "Angel'in heavy syrup"? Bis vor zwei Wochen hatte ich noch nie von der japanischen Gruppe diesen Namens gehört. Aber dann tauchten sie auf Platz 15 der "Top 25 Prog Rock Albums" des Entertainment-Portals ign.com auf, neben den üblichen Verdächtigen auf den anderen Plätzen. Das macht natürlich neugierig. Die Scheiben schwer sirupischen Engel'innen sind allerdings eher schwierig zu bekommen. Das macht noch neugieriger: Welches obskure Zeug hat's in die Top-25-Prog-Alben eines Mainstream-Portals geschafft?

Welches obskure Zeug weiß ich inzwischen. Warum ist mir dennoch nicht ganz klar. Auf "III" spielen "Angel'in heavy syrup" entspannten, recht melodischen (mit einer Einschränkung, siehe unten), leicht alternagaragenschrammeligen Psychedelic Rock. Das Ganze erinnert zwar immer wieder mal an die frühe Krautrock-Szene, z.B. gleich "Breath of Life" an "Amon Düül II" zu "Tanz der Lemminge"-Zeiten. >Dies ist an sich nichts schlechtes, wenn auch nicht wirklich notwendig - und qualifiziert die Gruppe nicht unbedingt für eine Prog-Rock-Top-25, insbesondere, da zwei Plätze vorher die Düüls selbst mit "Phallus Dei" vertreten sind. Dazu kommt ein zwar nicht spezifisch japanisches, aber auffällig häufig bei Nippon-Bands anzutreffendes Problem: der Gesang. Gut gemeint à la Elfe, aber leider doch oft, oft, oft deutlich neben der Spur und im "Autsch!"-Bereich.

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