01.10.2004

Ein komisches Gefühl war es schon...

...nach so langer Zeit.

Gestern lief in der [progrock-dt] Radioshow ein Rückblick über die vorhergehenden ProgParades. Mit meiner vorhergehenden Band Scythe haben wir bei den ProgParades 1 und 2 gespielt. Dementsprechend waren wir in der Sendung auch mit einem Stück - "Denied" - vertreten, das ich mir daher seit langer, langer Zeit einmal wieder selbst angehört habe.

Natürlich fällt mir mit etwas Abstand noch mehr als schon früher auf, was wir damals alles anders und - vielleicht - besser hätten machen können und sollen. Dennoch bin ich nach wie vor stolz auf das, was wir mit "Divorced Land" geschaffen haben. Speziell an "Denied" finde ich nach wie vor das Arrangement besonders gelungen: die etlichen verschiedenen Schichten erzeugen genau die cinematische Breite und Hörbildtiefe bei gleichzeitigem Detailreichtum, die ich bei so vielen anderen, flach und eindimensional klingenden zeitgenössischen Prog-Produktionen vermisse. Schade ist, dass die ganze Sorgfalt und Arbeit, die in die Schichten über Schichten gesteckt wurde, den meisten Hörern kaum als solche auffallen wird.

Nekropolis 23 ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil von Scythe, und der zugehörige freie, wilde und spontane Ansatz macht auf seine Art einen Höllenspass! Aber nach dem Hören von "Denied" fühle ich mich doch ein klein wenig wehmütig.

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