Dave Kerman, Nietzsche des Prog
Sal hat in seiner nicht ganz ernstgemeinten Auflistung der Philosophen und Antiphilosophen des Prog noch einen Namen vergessen: Schlagzeuger Dave Kerman (5 UU's, Present), der seit seiner - unvollendet gebliebenen, oder zumindest nicht komplett veröffentlichten - Artikelserie "Earth to Josh: Prog is dead" ab Ausgabe 25 des amerikanischen Magazins Exposé als der "Nietzsche des Progs" gelten kann, jedenfalls eher als Robert Fripp, der mehr der "Gurdjieff des Prog" zu nennen ist.
Aber unter uns gesagt: obwohl wort- und ideenreich griff Kermans Gedankengang deutlich zu kurz, da er a) eine bizarr beschränkte Definition von "Prog" verwendete, die eng mit der üblichen semantischen Problematik des Begriffs zusammenhängt, b) dem irrigen Gedanken folgt, dass nur gut und lebendig sein könne, was fortschrittlich ist. Vielleicht schaffe ich es irgendwann einmal, auf Kermans Artikel in allgemeinerem Rahmen einzugehen, falls ich es doch einmal auf die Reihe bekomme, meine eigene geplante Artikelserie "Paraphernalien einer Prog-Mythologie" zu starten...
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