27.09.2005
Das Gefühl der Ferne
Nochmal ein Hinweis auf Fritz Doddy und sein Klassealbum "The Feeling of Far", das ich eigentlich gar nicht genug empfehlen kann, diesmal anlässlich der Rezension, die ich davon vor ein paar Wochen für das Eclipsed geschrieben habe (keine Ahnung, ob und wenn ja wann sie erscheint bzw. erschienen ist oder nicht. Deshalb setze ich sie jetzt einfach mal hier online):
Fritz Doddy: The Feeling Of Far
Eigenproduktion, 2004
www.fritzdoddy.com
Was wäre, wenn sich Paul McCartney und Brian Wilson - statt sich Mitte der 60er Jahre gegenseitig zu neuen Höchstleistungen mit den Beatles bzw. Beach Boys anzustacheln - zusammengetan hätten? Das Ergebnis könnte in etwa so klingen wie Fritz Doddys "The Feeling of Far": melodischer, feinster, warmherziger und intimer Artpop, mellotrongetränkt, mit sowohl sanften psychedelischen Anklängen als auch geschmackvoll eingebundenen Ethno-Elementen. Wiederkehrende musikalische Motive und fließende Übergänge zwischen den einzelnen Songs deuten obendrein einen gewissen Konzeptcharakter an.
Sieben Jahre lang hat Fritz Doddy, im Hauptberuf Komponist für Werbemusik, in seiner Freizeit an "The Feeling of Far" gearbeitet, und diese Liebesmühe hört man den aufwändigen, vielschichtigen Arrangements und dem noblem Klang jederzeit an. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Album nicht wieder so lange. Geheimtipp!
Blog-Eintrag, veröffentlicht um 20:54 Uhr, in
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