31.07.2007
Das Format
Huch, der letzte hier erwähnte SPIEGEL-Online-Hype ist schon ein Weilchen her, muss ich feststellen. War aber auch nicht allzu viel spannendes in den letzten Wochen dabei.
Diese Woche gibt's aber wieder einen interessanten respektive relevanten, nämlich "The Format" und deren aktuelles Album "Dog Problems", das schon aufgrund der Tatsache der Mitwirkung von Roger Joseph Manning Jr. interessant ist, vom eigentlichen Inhalt der SPIEGEL-Online-Besprechung abgesehen.
"The Format" klingen hier streckenweise etwa so, wie wenn man Ben Folds mit Brian Wilson kreuzen würde. Hübsch verspielte Arrangements mit teilweise aufwändiger Orchestrierung (Manning sei dank) in erfreulich untranigen beatlesken Stücken, die zwar melodisch-poppig ins Ohr gehen, aber fast nie aufdringlich-billig klingen und sich auch in den sparsamer arrangierten Nummern dank mehrstimmigen Gesangs und hübscher kleiner Details im Klangbild von der Indie-Pop-Allgemeinheit wohltuend abheben.
"The Format" und "Dog Problems" sind für die Freunde des verspielten Nobel-Pops unter uns sicher zumindest eine "Mal reinhören"-Empfehlung.
Blog-Eintrag, veröffentlicht um 17:13 Uhr, in
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Kommentare
Der Mensch [sic] der diese Seite betreibt und meiner einer haben sich mal aufgrund einer lapidaren Leidenschaft virtuell kennen gelernt, in gewisser Weise gemeinsame Pläne geschmiedet und über Prog philosophiert (so ein Ultra-Proll mit einem Prog-Weisen pfielosovieren darf...). Später haben wir festgestellt, dass wir gemeinsame Interessen in Sachen "Schrottfilme" haben (guckt mal beim neunten Planeten..., so auch meine "Manie" eher einem allgemeineren Spass an "Mist" entspringt...). Was Udo und mich aber wirklich "1 zu 1" verbindet ist das ausgeprägte Interesse an beatlesker Bubblegum-Mucke. Wie immer tendiert Udo zum anspruchsvolleren "Beat-Pop" dieses Genres, während ich es nicht "überschäumender" haben kann... Das ist aber auch egal.
Spätestens beim Titelstück dieses Albums, in dem es eigentlich um ein "verliebtloses, armes Schwein" geht, was aber im Sinne des "Dog Problems" überragend als Strassenköter-Musical durchgeht, habe ich darüber angefangen nachzudenken, ob Udo und ich Menschlein nicht eine Sammlung deutlich Post-Beatles inspirierter Mucke zusammentragen sollten. Ich rede nicht vom Beat und Psychedelic der 60er Jahre, sondern eher von Combos, die sich ganz offensichtlich (zumindest erscheint es mir so) in der Tradition der weitgehend unterschätzten, schlimmer; unbekannten Jellyfish sehen. Sollten wir mal drüber nachdenken, Udo... auch wenn es am Ende womöglich zu einem Wettlauf um die dudeligsten Chöre, harmonischsten Harmonien und entlegendsten Kaugummi-Akkorde werden könnte. Die rosa-roten Seiten? So ein Projekt läuft alle Jahre mal wieder auf, diesmal würde es Sinn machen, denn so was braucht das Netz noch.
Was ich sagen wollte? Platte des Jahres! (Mal ganz ohne Proganstrich) Und: So klängen Jellyfish heute, wäre Stuermer nicht ins Kloster gegangen, oder so... (...this Song is about a guy, who climbed a tree on acid, and came down as a new born christian...)
Hey Fix,
Malajube schon angetestet? Müsste doch voll Deine Wellenlänge sein.
Malajube hatte bisher nicht den formatigen Nachhall... Muss aber zugeben, dass ich denen erst 2 Durchläufe zugestanden habe.
Ich nehme das Thema hier wieder auf und teile mit:
Malajube haben ein neues Album auf dem Markt, welches sich nach einmaligen Anhören wie ein Genre-Bastard aus psychedelischem Pop, NuProg und ProgQuebec gibt... Ich würde mal sagen: Der absolute Wahnsinn!
Malajube - Labyrinthes (27.02.2009)
Casablanca anchecken, oder hier mal reingucken:
http://www.youtube.com/watch?v=JD6hdj5-u9s
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