02.01.2006

Central Park

Der Wiedervereinigungsvirus grassiert wirklich. Jetzt hat's nicht nur obskure 70er-Jahre-Prog-Bands aus den USA und England erwischt (auch wenn der Name etwas amerikanisch klingt): die (Selbstbeschreibung) "Hard Prog"-Band "Central Park" aus München will's ebenfalls noch einmal versuchen.

Ein Bekannter hatte mir schon vor einiger Zeit das schon in den 80er Jahren aufgenommene, aber bisher nicht veröffentlichte Album der Gruppe zugesteckt. Anhand dessen läßt sich "Hard Prog" nur teilweise bestätigen: die ersten zwei Nummern sind eher AOR-ig ausgefallen, mit fettem 80er-Jahre-Sound und einem guten Schuss Bombast. Die folgenden zwei Stücke verraten in den Arpeggio-Arrangements einen deutlicheren Genesis-Einfluss. Höhepunkt der Aufnahmen ist aber der Longtrack "Don't look back" mit verspielt-schrägem, klassizistischen Klavierintro, treibenden Instrumentalstellen, hymnischen Gesangspassagen und zwischendrin sogar einem experimentell-freien Teil. Was den exzellenten Gesang (stellenweise aber auch die Musik) angeht, erinnern mich Central Park übrigens ein wenig "Alias Eye", nur, dass es halt 15 Jahre vorher entstand.

Jedenfalls ist dies alles interessant genug, einen Besuch des für den 5. Februar 2006 angesetzten Promo-DVD-Drehs zu planen, für den "Central Park" noch nach Zuschauern suchen und der wohl der Vorbereitung der ebenfalls angekündigten Doppel-CD mit Studio- und Live-Aufnahmen dienen soll.

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