10.08.2004

Braindead / Dead Alive

Ursprünglich wollten wir bei unserer Video-Session am Freitag auch noch einen richtigen Splatter-Streifen geniessen. Leider hat unsere Kondition (wir werden alle nicht jünger) dafür doch nicht mehr gerreicht. Deshalb musste ich das am Wochenende mit Peter Jacksons "Braindead" aka "Dead Alive" nachholen (der zweite Teil meiner Serie: "Wir schauen uns mal an, was Peter Jackson so vor'm eher missratenen "Herr der Ringe" getrieben hat". Teil eins beschäftigte sich mit "Bad Taste". "Heavenly Creatures" habe ich damals im Kino gesehen, möglicherweise als Sneak Preview. Recht stimmungsvoll und leicht bizarr war's, soweit ich mich erinnere, aber kein echtes Highlight und natürlich ein anderes Kaliber als die Gore-Feste "Bad Taste" und "Braindead").

Der Film läßt sich grob dritteln. Der erste Teil ist eher beschaulich. Leichte Splatter-Effekte in der Eröffnungsszene deuten an, was kommen wird, aber grossteils geht es um Exposition und Charaktereinführung. Der zweite Teil ist komödiantisch, slapstickmässig, wenn auch schon mit höherem Blutfaktor. Und im dritten Teil geht die Post ab, wenn sich der eigentlich langmütige und schüchterne Lionel endlich den Rasenmäher umschnallt, um der Zombiemassen Herr zu werden, die sein Haus bevölkern.

Generell gilt, dass bei allem spritzendem Blut und allen umherfliegenden Gliedmassen und schlabbernden Eingeweiden alles dermassen überzogen und karikiert dargestellt wird, dass angesichts des bösen Humors wesentlich mehr Lachen als Ekel angesagt ist.

Ansonsten gibt es die üblichen und einige nicht so übliche Zutaten:

Verblendeter Forscher fängt exotischen Affen, der im Zoo um sich beisst, was zur Folge hat, dass die Gebissenen zu Zombieartigen mutieren, die ihrerseits mit ihrem Appetit für Menschenfleisch und Gewalt weitere Zombies erzeugen. Dazu kommen Zigeuner-Magie, obligatorische Beerdigungs- und Friedhofszenen, Liebe, eifersüchtige Schwiegermutter, Nazi-Arzt, handgreiflicher KungFu-Priester ("Stay back, boy, this calls for divine intervention!"), liebestolle Zombies, die beweisen, dass Zombies sich nicht nur durch Beissen Anderer fortpflanzen, darausfolgend Babysitting von Zombienachwuchs im Park, jede Menge Gore-Effekte, ein geldgieriger Onkel mit künstlicher Elvis-Tolle und beim unvermeidlichen Happy End ein wirklich rutschiger Fussboden.

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.

Weitere aktuelle Beiträge

Audio-Beiträge

Bildergalerien