BajaBuch, 16.zwo oder so: zusammenfassende Rückschau
Langsam haben sich die Erfahrungen aus Mexiko und den USA etwas gesetzt, aber dank der Erinnerungsstützen Blog, E-Mails und Photos werden viele Erinnerungen hoffentlich nicht so schnell vergessen und verfallen.
Als einer der prägenden Eindrücke aus Mexicali bleibt die ungemeine Freundlichkeit des örtlichen Organisationsteams rund um die Band Cast: Alfonso, Julio, Cesar und alle anderen waren für alle Fragen und Bitten zugänglich und gingen dabei in ihrer Hilsbereitschaft sogar manchmal weiter, als uns angenehm war. Cast werden aller Wahrscheinlichkeit nach Ende Oktober, Anfang November Deutschland bereisen (in jedem Fall steht ein Auftritt beim ProgFarm-Festival in den Niederlanden an); ich hoffe, wir können dann ein bisschen was zurückgeben.
Nur musikalisch - aus Zuschauersicht - war BajaProg 2005 sehr durchwachsen. 7-8 der Bands würde ich nur mit viel, viel gutem Willen überhaupt als Prog bezeichnen; das ist an sich kein Problem: über den Tellerrand zu schauen, schadet nie, und gut gemachter NonProg ist eh besser als schlechter Prog. Nur waren leider etliche Bands weder Prog noch gut. Allerdings waren auch einige der eindeutig proggigen Bands nicht sonderlich aufregend. Wenigstens teilweise wird dies dadurch aufgehoben, dass die persönliche musikalische Entdeckung des Festivals, Tryo aus Chile, mir vorher mehr oder weniger nur dem Namen nach bekannt waren: für solche Highlights lohnt es sich fast, einmal um die halbe Welt zu reisen. Obendrein konnten Taal ihren für mich nach dem Freakshow-Festival angeknacksten Liveruf überzeugend wiederherstellen. Caravan waren unterhaltsam und musikalisch charmant wie bereits beim Herzberg Festival 2004. Die Japaner von Fantasmagoria erwiesen sich als eine neue Band, die man im Auge behalten sollte, und Eclat aus Frankreich bewiesen, dass ihr Name mir nicht umsonst schon oft untergekommen war, auch wenn ich ihre Musik selbst vorher nicht gehört hatte.
Für uns als Band hat sich die Reise in vielerlei Hinsicht gelohnt: vor allem durch augenscheinlich zufriedene Zuhörer, die heilsame(?) Erfahrung des vorerst wohl einmalig bleibenden, von Fix beschriebenen Rummels, massig Promotion, viele neue Kontakte zu progverrückten Fans, Musikern, Veranstaltern und Medien, professionelle Video- und Audioaufzeichnung des Konzertes mit daraus resultierender möglicher Veröffentlichung und überhaupt durch das Gesamtpaket "Erster Auftritt in Übersee".
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