12.04.2005

BajaBuch, 16.eins scheint's: Kaufrausch mit Hindernissen

Natürlich gab's im Teatro bei den BajaProg-Abendkonzerten auch einen eigenen Raum mit CD-Händlern und erwerbbaren Band-Devotionalien. In voller Erwartung dessen fuhr ich mit zwei Kreditkarten ausgerüstet nach Mexiko, was sich schon nach einem kurzen Überfliegen von Greg Walkers (vom Syn-Phonic Label und Versand) Stand als potentiell musikalisch-weiterbildend hervorragende, wenn auch monetär ruinöse Idee erwies. Zumindest bis zu dem Punkt, an dem Mr. Walker - nachdem ich dem Proggott ein innerliches Gloria gesungen hatte - meinte: "Sorry, can't take credit cards here."

Bitte? Tausende, teils exotische, teils vergriffene Prog-CDs geradezu obszön zur Schau stellen und dann keine Kreditkarten nehmen? Argh. Ich hatte nur 50$ in der Tasche. Mit zitternden Händen griff ich mir wenigstens Bondage Fruits "III".

Aber wer läßt sich schon von lächerlichen Tatsachen in den Kaufrausch reinreden? Dunkel war mir in Erinnerung, dass Syn-Phonic seit einiger Zeit auch PayPal-Bezahlungen akzeptieren. Und wozu hatte unser Hotel kostenlosen Internetzugang für Gäste? Eine PayPal-Anweisung über einen hier nicht näher zu beziffernden Betrag (auch ich habe Schamgrenzen) absetzen, die Bestätigungs-E-Mail ausdrucken, Greg Walker am nächsten Abend in die Hand drücken und intuitiv, also ohne inneres Mitzählen, eine Anzahl CDs mit leichtem Schwerpunkt auf klassischen spanischen Prog zusammenraffen, die bis auf 3$ an die überwiesene Summe herankommt, war die leichteste aller Übungen. Nun sollte ich mir nur überlegen, wie ich es einmal ähnlich umtriebig hinbekomme, Geld zu verdienen, wie ich es anscheinend auszugeben gewillt und fähig bin.

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