29.03.2005

BajaBuch, 0: Frankfurt - Los Angeles - San Diego - Mexicali

Also, jetzt der Reihe nach, im langweiligen Berichts-/und Tagebuch-Format:

Da unser Flug nach Los Angeles es noetig machte, mich am Sonntag morgen zu einer relativ unchristlichen Zeit zum Muenchener Bahnhof zu begeben, dachte ich zuerst, dass ich mich verhoert haette, als dort die Ansage kam: "Der IC xy hat wegen Zeitumstellung und einer Betriebsstoerung 80 Minuten Verpaestung, wir bitten um Ihr Verstaendnis." Hallo? Eine Stunde Verspaetung wegen Zeitumstellung. Guten Morgen, Deutsche Bahn. Gottseidank war mein ICE davon nicht betroffen und die Fahrt nach Frankfurt verlief einigermassen planmaessig, wo die Trigon-Groupies Harry und Fix ebenfalls kurze Zeit spaeter am Air India Schalter eintrafen, ebenso wie noch etwas spaeter Rainer, Stefan und Tihomir, beladen bis an die Unterkante mit Gastgeschenken und Merchandise, der auf die verschiedenen Taschen und Ruecksaecke vor dem Check-In verteilt werden musste. Ich hatte ja so meine Befuerchtungen, dass Menschen mit umgeschnallten Gitarren bei der Sicherheitskontrolle etwas laenger brauchen wuerden, aber nur Rainers Wah Wah sorgte beim Roentgen fuer hochgezogene Augenbrauen, bis der Security Oberhoncho eintraf und seine Mitarbeiter mit den Worten "Mein Gott, erkennt Ihr etwa kein Wah-Wah?" zurueckpfiff (ohne dass ihm jemand verraten hatte, dass es sich um ein Wah handelte). Net schlecht.

Leider hatte der Flug wegen eines Ungluecksfalles auf dem Hinflug schliesslich mehr als eine Stunde Verspaetung, und der Wartebereich des entsprechenden Terminals war ziemlich langweilig und unattraktiv, aber mach was dran. Der Flug von gut 10 Stunden Dauer ging dann trotz bescheidenem Unterhaltungsprogramm und verteufelt enger Sitze in der Holzklasse erstaunlich schnell rum. Aber wer Fix rechts neben sich sitzen hat, muss sich auch um Unterhaltung keine Sorgen machen.

In Los Angeles wartete mit der Einreisebehoerde und dem Zoll die naechste erwartete Huerde, die sich allerdings als erstaunlich locker entpuppte. Zwar wurden Fingerabdruecke und Kopfphoto elektronisch erstellt, aber die gesamte Prozedur inklusive einiger Fragen zu Reiseziel und -absichten dauerte nicht mehr als drei, vier Minuten. Rainers Gitarre wurde nur mit den Worten "What kind of guitar do you play?" bedacht ("Lead guitar"...). Am Ausgang wartete auch schon Tihomirs Bekannter Andrew, der freundlicherweise organisiert hatte, dass wir von Sonntag auf Montag bei seinen Eltern in Los Angeles uebernachten konnten (Danke nochmal an Jim, Andrew und Nellie :-)). Deren Haus liegt am Hang mit direktem Blick auf den Pazifik, eine gute halbe Stunde Freeway-Fahrt vom Flughafen, was fuer Los Angeleser Verhaeltnisse wohl als direkt-um-die-Ecke gilt. Nach dem Abendessen fuhr uns Andrew ein bisschen durch die Stadt (wiederum eine gute halbe Stunde von der Wohnung weg): Sunset Blvd., Beverly Hills etc., wo erstaunlich wenig los, wahrscheinlich, weil das kleine Bier in der Bar, in der wir uns schliesslich niederliessen, mit 5$ pro Stueck zu Buche schlaegt, ebenso wie das Parken... Am naechsten Tag fuhren uns Andrews ueberaus freundliche Eltern, die uns rundum umsorgten, in ca. zwei Stunden an der Pazifik-Kueste entlang nach San Diego. Ich muss sagen: in Kalifornien koennte man es aushalten, hattee ich das Gefuehl, als ich aus dem Fenster des Wagens schaute...

Am Flughafen San Diego sollten wir zusammen mit einem Teil von Caravan von einem BajaProg Bus abgeholt werden. Nachdem einige Irrungen und Wirrung bezueglich des Flugs, mit dem Caravan eintreffen sollten, telefonisch geklaert waren, fanden wir die Caravans am Commuter-Terminal (natuerlich das einzige Terminal, das wir nicht vorher schon gecheckt hatten...), wo wir gemeinsam auf den BajaBus warteten, der sich allerdings bis zwei Stunden nach dem verabredeten Zeitpunkt Zeit liess. Die Fahrt nach Mexicali (wieder gut zwei Stunden) fuehrte zwischenzeitlich mitten durch ein eindrucksvolles wuestenartiges Gebiet mit endlosen roten Geroellformationen, bis wir in der Grenzstadt Calexico eintrafen. Der Grenzuebergang zwischen Calexico und Mexicali war erst gar nicht besetzt, und ein paar Kilometer weiter waren wir am Hotel.

Soviel fuer heute :-) Mehr zu Mexicali, zur Musikerparty in Alfonso Vidales Wohnung, mitternaechtlichen Telefonanrufen und hervorragenden Fruehstuecksbuffets gibt's in der naechsten Folge.

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