Azumi, Nachtrag
Am Wochenende habe ich mir Azumi, den wir schon letztes Jahr auf dem Asia Filmfest München gesehen hatten, noch einmal auf DVD angeschaut. Zu den blassen Farben von damals: das Bild der DVD war genauso, das scheint also ein bewusst gewähltes Stilmittel zu sein. Ansonsten war Azumi noch ernsthafter und melancholischer, als ich ihn in Erinnerung hatte, wobei einige der verwendeten filmtechnischen Mittel (etwa die schnellen, kurzen Kamerazooms oder -schwenks, die mit manchen Schwertschlägen einhergehen, um den kinetischen Effekt zu unterstreichen) beim zweiten Anschauen wesentlich auffälliger wirkten (klar, da man sich nicht mehr auf die Handlung konzentrieren muss und so mehr Zeit für die Aufnahme optischer Details bleibt).
Nach wie vor faszinierend ist der Bösewicht Bijomaru, der mit seiner strahlend weiß leuchtenden Kleidung und durch manche Posen gelegentlich sogar zu einer Art verdrehter Erlöserfigur stilisiert scheint, was seltsam mit seiner grundsätzlichen, puren Verrücktheit und Lust am Töten (allerdings nur am herausfordernden Töten) seltsam kontrastiert.
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