Ausgebrannt?
Das von Thorsten beschriebene Ausgebranntsein hatte ich in dieser Form bisher noch nicht. Ich kenne nur die Situation, vor dem CD-Regal zu stehen, mit mehr Alben zur Auswahl als guten Gewissens jemandem Nicht-Musikverrückten erzählen kann, und dennoch keine Ahnung zu haben, was ich jetzt hören soll, keine Lust auf irgendwas, aber auch keine Lust auf nichts.
Ich habe festgestellt: das einzige, was dann verlässlich funktioniert, ist Jazz, vorzugsweise John Coltrane (allerdings eher seine noch nicht free-e Phase bis ca. einschliesslich der sublimen "A Love Supreme") oder Miles Davis (bis einschliesslich dem akustischen Quintett mit Hancock, Shorter und Williams). Monk und Mingus gehen auch; gerade Mingus mit seinen intensiven Kompositionen zwischen Tondichtung und freiem Jazz ist abenteuerlich genug, um nicht zu langweilen, aber eingängig genug, um ebenfalls nicht zu nerven.
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