Asia Filmfest 2006: Shinobi
"Shinobi" ist wieder einmal eine Art "Romeo und Julia"-Variante: Zwei Mitglieder zweier seit Urzeiten verfeindeter Stämme eines Krieger-Volks, der sagenhaften, mit übernatürlichen Fähigkeiten versehenen Shinobi, verlieben sich ineinander und gerade zwischen die Fronten und müssen sich schließlich gegenseitig bekämpfen, als japanische Warlords die beiden Ninja-Stämme gegeneinander auszuspielen versuchen. Das ganze geht natürlich tragisch aus, wobei in diesem Fall die Tragik um ihrer Funktion im Film willen zum Tragen zu kommen schien, und nicht, weil es die Geschichte nicht anders zulies.
Dass sich die beiden Helden schließlich gegenseitig umbringen, wirkte nicht zwingend. Nichts hätte dagegen wirklich gesprochen, dass beide am Ende aus dem Bann der Gewalt ausbrechen. Dann hätten sie immer noch heldenhaft im Kampf gegen die Truppen der Warlords sterben können.
"Shinobi" reiht sich jedenfalls ein in die Riege tragisch angemalter, übernatürlich angehauchter Kriegs- und Martial-Arts-Dramen wie "Legend of the Evil Lake" (vgl. die auf tragisch getrimmte Liebesgeschichte) oder "Azumi 2" (ähnlich hier der Versuch, bizarre Kriegertypen zu kreiieren, von denen aber keiner/keine letztlich bleibenden Eindruck hinterläßt), die nicht vollständig überzeugen können.
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